+++ Live-Ticker +++

Strahlung im Meerwasser drastisch erhöht

| Lesedauer: 4 Minuten
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Japanische behörde: Das Meer in der Nähe des havarierten AKW Fukushima ist radioaktiv belastet.

Video: Reuters
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Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima spitzt sich die Lage erneut zu. Verstrahltes Wasser ist aus den Reaktoren ins Meer geflossen. Alle Informationen im Live-Ticker.

16.50 Uhr: Internationale Reedereien vermeiden es aus Angst vor Strahlenbelastungen, die Häfen von Tokio und Yokohama anzulaufen. Wie die US-Zeitung „New York Times“ berichtet, hätten mehrere große Reedereien den Frachtverkehr gestoppt oder eingeschränkt. Die von Fukushima weiter entfernten Häfen wie Osaka und Kobe würden aber weiterhin angelaufen.

14.09 Uhr: Der Wind weht auch in den nächsten Tagen günstig für die Millionen-Metropole Tokio. Radioaktive Partikel aus den Unglücksreaktoren in Fukushima werden auf das Meer getragen. Nur der Küstenstreifen nördlich des Kraftwerks werde vermutlich am Dienstag geringe Mengen radioaktiven Materials abbekommen, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraus.

13.25 Uhr: Auch in Frankreich sind erste radioaktive Spuren aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima nachgewiesen worden. Wie das Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) in Paris mitteilt, handelt es sich jedoch nur um eine sehr geringe Erhöhung der Konzentration von Jod 131 in der Luft.

10.36 Uhr: Im Kernkraftwerk Fukushima haben Arbeiter im Kontrollraum von Reaktor 2 die Stromversorgung wieder hergestellt. Dort brenne wieder Licht. In den Kontrollräumen von Reaktor 1 und 3 ist das Licht bereits seit einigen Tagen wiederhergestellt.

9.00 Uhr: Die Lage im havarierte Atomkraftwerk Fukushima verschlechtert sich nach Aussagen eines Sprechers der japanischen Regierung nicht weiter. Es sei jedoch derzeit noch nicht möglich, genau zu sagen, wann die Atomkrise vorüber sei, sagt Kabinettssekretär Yukio Edano.

8.50 Uhr: In Japan läuft die Bereitstellung von Behelfsunterkünften für die Opfer der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe an. Die mit am schwersten getroffene Stadt Rikuzentakata in der Provinz Iwate beginnt als erste Gemeinde am Samstag, Anträge für solche Häuser entgegenzunehmen.

5.48 Uhr: Experten der Umweltschutzorganisation Greenpeace beginnen damit, in der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima 1 eigene Stahlenmessungen vorzunehmen.

5.28 Uhr: Japanische Ingenieure versuchen verzweifelt, radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem Atomkomplex Fukushima abzupumpen. Verstrahltes Wasser wurde in drei der sechs Reaktoren gefunden.

4.32 Uhr: Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt behindern die Aufräumarbeiten im japanischen Katastrophengebiet. „Es ist so kalt, dass wir nichts machen können“, sagt ein Überlebender dem Fernsehsender NHK, der zusammen mit seiner Frau in sein beim Erdbeben beschädigtes Haus zurückkehrte.

3.51 Uhr: In Fukushima 1 ist an einer weiteren Stellen stark radioaktiv verseuchtes Wasser entdeckt worden. Das verseuchte Wasser befinde sich im Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 1, sagt ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde

3.08 Uhr: Die radioaktive Verseuchung der Umwelt in der Nähe des außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerks Fukushima weitet sich aus. In der Nähe der Anlage wurde in Meerwasserproben radioaktives Jod festgestellt, das den zulässigen Grenzwert um den Faktor 1250 übersteigt. Dies meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

2.05 Uhr: Nach der Entdeckung von hochgradig verstrahltem Wasser beginnen die Einsatzkräfte damit, die Reaktorblöcke 1 und 3 mit Süßwasser zu kühlen. Außerdem werde mit Hochdruck versucht, das ausgelaufene Wasser zu entfernen, um die Arbeiten zur Verkabelung der Kühlsysteme fortsetzen zu können, berichtet der Fernsehsender NHK.

1.34 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert weltweite Konsequenzen aus der Atomkatastrophe. Die Staaten müssten die Lehren aus dem Unfall im Atomkraftwerk Fukushima 1 ziehen, erklärt Ban. Es müssten die angebrachten Maßnahmen ergriffen werden um sicherzustellen, dass zum Schutz von Gesundheit, Nahrungsmitteln und Umwelt die strengstmöglichen Vorgaben für die Atomkraft angewandt würden.

1.14 Uhr: Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass seit Beginn der Krise im Atomkraftwerk Fukushima 17 Arbeiter verstrahlt worden sind. Dabei wurden nur diejenigen Unfälle berücksichtigt, bei denen eine Radioaktivität von mehr als 100 Millisievert gemessen wurde – dies entspricht der maximalen Belastung für AKW-Arbeiter über ein ganzes Jahr hinweg.

20.15 Uhr: Die beiden am Donnerstag ins Krankenhaus wegen Verstrahlung eingelieferten Mitarbeiter des AKW Fukushima werden nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bald entlassen. Es sei wahrscheinlich, dass sie am Montag die Klinik verlassen könnten.

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