Juwelenraub

Verkleideten Räubern gelang mit Dynamit Millioncoup

Schmuckstücke und Geld im Wert von mehr als fünf Millionen Euro haben drei Räuber in einem Mailänder Juwelierladen erbeutet. Noch sind sie auf der Flucht.

Schmuckstücke und Geld im Wert von mehr als fünf Millionen Euro haben drei Räuber in einem Mailänder Juwelierladen erbeutet. Verkleidet als Polizisten mit falschen Nasen und Perücke drangen zwei der Täter am frühen Samstagmorgen in das Geschäft im Mode-Viertel der norditalienischen Metropole ein. Ein dritter Komplize folgte als falscher Kunde.

Sie bedrohten die vier Angestellten und fesselten sie im Untergeschoss des Juwelierladens aneinander. Einen der Gefesselten fand die Polizei mit einem ans Bein gebundenen Sprengsatz aus Dynamit: „Wenn ihr euch bewegt, seid ihr tot“, hätten die Räuber gedroht. Dann räumten die Verbrecher in aller Ruhe den Schmuck ab, wie die Polizei berichtete.

Niemand hatte die Täter kommen sehen. Sie hatten sich möglicherweise durch einen Nebeneingang Zugang zu dem Geschäft verschafft. Wie italienische Medien am Sonntag berichteten, suche die Polizei nach einer Gruppe von professionellen Räubern. Es handele sich höchstwahrscheinlich um Italiener. Die Männer hätten mit süditalienischem Akzent gesprochen, hieß es.

Bevor sie das dreistöckige Juweliergeschäft „Scavia“ in der Via della Spiga wieder verließen, nahmen die dreisten Räuber die Aufnahmen der Überwachungskameras an sich. Sie hatten sich von den verängstigten Angestellten zuvor zeigen lassen, wo der Schmuck zu finden war, wie der Tresor geöffnet werden konnte und wo die Alarmanlagen angeschlossen waren.

Weil sie ihren Coup zu frühester Öffnungszeit landeten, blieben sie dabei ungestört von Kunden. Die Täter konnten sich somit 30 bis 45 Minuten Zeit lassen, bevor sie – zunächst spurlos – mit ihrer Beute verschwanden.

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