Unwetterwarnung

Berliner und Brandenburger sollen zu Hause bleiben

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Donnerstagvormittag sollen Berliner und Westbrandenburger lieber zu Hause bleiben. Dazu rät der Deutsche Wetterdienst. Er hat eine Unwetterwarnung wegen Glatteis herausgegeben. Es gab bereits zahlreiche Unfälle.

Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam hat für Berlin und ganz Brandenburg sowie für weite Teile des übrigen Deutschland eine Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Sie gilt zunächst bis 12 Uhr. Steigende Temperaturen von bis zu drei Grad sollen später wieder für Entspannung sorgen.

Von Westen kommt aber zunächst gefrierender Regen auf, der sich im weitern Verlauf noch verstärkt, warnt der Wetterdienst für Berlin-Brandenburg. Verbreitet tritt Glatteis auf. Der Aufruf der Wetterexperten: „Vermeiden Sie Autofahrten! Bleiben Sie im Haus!“ in Straßen und Schienenverkehr werden starke Beeinträchtigungen erwartet.

Donnerstagmorgen ging es auch schon gleich los.Vor allem im Norden und Westen Brandenburgs gab es nach Angaben der Polizei bis 9 Uhr zahlreiche Unfälle. Betroffen waren vor allem die A24, aber auch die A9 und die B2. Teilweise kam der Verkehr zum Erliegen. Bei einem Unfall auf der B2 im Potsdamer Stadtteil Krampnitz wurden zwei Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei waren wegen der vereisten Straßen zwei Autos frontal zusammengestoßen. Die B2 wurde zwischen Potsdam und Groß Glienicke gesperrt. Der Verkehr wird in Richtung Sacrow umgeleitet. Seit Mitternacht gab es im Westen Brandenburgs insgesamt 60 Unfälle, davon vier mit Verletzten.

Spiegelglatt war es zunächst allem in der Prignitz, Ostprignitz- Ruppin, in Oberhavel und im Havelland. Wegen der Glätte fuhren im Nordwesten Brandenburgs die Schulbusse teilweise nicht. Nach 8 Uhr erreichte der Regen auch Berlin und Potsdam. Der Osten Brandenburgs war dagegen zunächst nicht betroffen, der Wetterdienst weitete seine Warnung am Morgen aber auch auf den Osten aus. Wegen der Glätte fuhren im Nordwesten Brandenburgs die Schulbusse nicht.

In Berlin wirkte sich der Wetterumschwung von den Minustemperaturen hin zu Plusgraden in der Nacht noch nicht aus. Die Polizei registrierte von Mitternacht bis 8 Uhr nur 34 Unfälle. Dies bewege sich im normalen Rahmen, hieß es. Mit dem beginnenden Regen wurden für den Vormittag in Berlin mehr Unfälle befürchtet.

Zwei Zentimeter Eis auf Straßen

In weiten Teilen Schleswig-Holsteins führte Eisregen am Donnerstagmorgen zu starken Verkehrsbehinderungen. Wie die Polizei mitteilte, waren vielerorts bis zu zwei Zentimeter dickes Eis auf den Straßen. Dadurch kam es zu zahlreichen Unfällen auf den Autobahnen und Bundesstraßen. Lastwagen stellten sich quer.

Auch Streifenwagen der Polizei kamen nicht mehr von der Stelle. Allerdings blieb es zunächst bei Blechschäden. Von Verletzten wusste die Polizei anfangs noch nichts. Auch wurde aufgrund der extremen Witterung in zahlreichen Kreisen der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Nach Angaben der Polizei waren zunächst die Regionen Quickborn, Norderstedt, Henstadt, Pinneberg, Bad Segeberg, Elmshorn und Lübeck betroffen. Außerdem konnte die Behindertenbeförderung in Glückstadt und Lübeck nicht mehr gewährleistet werden.

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( dpa/sh )