Wegen der Asche des isländischen Vulkans werden am Montag europaweit rund 1000 Flüge gestrichen. Grund dafür sei die Schließung der Flughäfen in den Niederländen und in Teilen Großbritanniens, berichtete die Europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol. Rund 28.000 Flüge würden am Montag aber wie geplant stattfinden, erklärte die Behörde. Die Aschewolke werde sich im Laufe des Tages etwas auflösen.

Gegen 14 Uhr werde sie hauptsächlich Nord-Irland, Teile von Schottland und Teile des südwestlichen Großbritanniens betreffen. Daher bleibe der Flugbetrieb rund um London gestört, auch wenn die Flughäfen Heathrow und Gatwick wieder geöffnet seien. Bereits am Sonntag seien wegen der Asche rund 400 Flüge in Europa abgesagt worden, vor allem in Irland und Großbritannien, heißt es bei Eurocontrol weiter.

Wind aus Nordwest hatte die Vulkanasche aus Island wieder in Richtung Irland und Großbritannien geweht. Meteorologen erwarteten jedoch einen baldigen Wechsel der Windrichtung. Die britische Wetterbehörde Met Office erklärte, die Wolke werde wohl am Dienstag Großbritannien verlassen, da Wind aus Südwest aufkomme.

Airlines, die massive Verluste verkraften müssen, kritisierten erneut das Flugverbot. Der Präsident von Virgin Atlantic, Richard Branson, nannte zum Beispiel die Schließung von Manchester „einen Witz“. Ein Sprecher von British Airways sagte, die Fluggesellschaften sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie fliegen oder nicht.

Der derzeitige Ansatz sei „zu restriktiv“. Die britische Luftfahrtbehörde CAA verteidigte jedoch die Entscheidung, da die Sicherheit der Menschen oberste Priorität habe.

Im April hatte der isländische Vulkan Eyjafjöll fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahm gelegt. Die Schließung von Hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100.000 Flügen lösten damals ein beispielloses Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest. Seither kommt es hin und wieder zu Teilsperrungen des Luftraums über Europa.

dpa/AFP/kami