Planmäßig setzte sich nach Polizeiangaben am frühen Nachmittag die große Techno-Parade mit 40 Musiktrucks in Bewegung, durch die sich die Ruhrgebiets-Schnellstraße B1 in einen „Highway of Love“ verwandeln sollte. Anschließend war eine Abschlusskundgebung an den Dortmunder Westfalenhallen geplant, bei der als Discjockeys unter anderem Paul van Dyk, David Guetta, Westbam und der New Yorker Star-DJ Moby mit dabei sein sollten.
Genaue Teilnehmerzahlen lagen zunächst nicht vor, die Veranstalter erwarten zur nach ihren Angaben „größten Techno-Party der Welt“ mehr als eine Million Raver in der Ruhrgebietsstadt. Nach Polizeiangaben verlief die Loveparade zunächst ohne Zwischenfälle. „Die Leute feiern friedlich, es gibt keine Probleme“, sagte ein Sprecher am Nachmittag.
Auch die Anreise der Techno-Fans lief laut Bundespolizei „insgesamt geordnet ab“. Allerdings war der Dortmunder Hauptbahnhof durch die Besucherströme zeitweise überlastet. Allein die Bundespolizei war mit 1000 Einsatzkräften aus ganz Deutschland in Dortmund und im Umland im Einsatz, um für eine sichere An- und Abreise der Raver zu sorgen. Die Bahn setzte eine Vielzahl zusätzlicher Züge ein.
Die sogenannten Floats kommen aus 15 Ländern wie etwa Australien, Südkorea, Ukraine oder der Türkei. Aber auch die Städte Dortmund und Duisburg sind vertreten. Rund 1,2 Millionen vor allem junge Fans elektronischer Tanzmusik wurden im Vorfeld erwartet. Die 1989 in Berlin gegründete Techno-Parade war im vergangenen Jahr durch Essen und damit zum ersten Mal durch das Ruhrgebiet gezogen.
Eine "richtig geile Party"
Auf eine „richtig geile Party mit guter Musik, coolen Leuten und Spaß“ freute sich Tine (20) aus Dortmund. Auf „außergewöhnliche Personen“, die „lustig anzusehen“ sind, waren drei 16-jährige Mädchen aus Schwerte aus. „Bis 20 Uhr“ wollten sie allerdings schon wieder zu Hause sein. Anders dagegen Michel (21) aus Rosenheim, der mit seiner Freundin 13 Stunden in Nahverkehrszügen unterwegs gewesen war, um dabei zu sein: Der Maler will erst am Sonntagmorgen um 4 Uhr die Heimreise antreten – und bis dahin durchfeiern.
Den tanzwütigen Massen sollten insgesamt über 250 Discjockeys einheizen, darunter zahlreiche prominente Musiker. So werden zum Abschlusskonzert, das am späten Nachmittag vor den Dortmunder Messehallen beginnen sollte, unter anderem das Elektronik-Duo Underworld sowie die DJs Moby, Paul van Dyk und Armin van Buuren erwartet. Die Parade wird nach Veranstalterangaben in 53 Ländern live im Fernsehen gezeigt, darunter sind etwa Australien, China, Irak, Ungarn oder die Salomon-Inseln.
Die bis 2006 in Berlin veranstaltete Loveparade war im vergangenen Jahr in das Ruhrgebiet umgezogen. Bei dem Spektakel 2007 in Essen zogen rund 1,2 Millionen Menschen und 27 Wagen durch die Stadt. In den kommenden Jahren soll das Techno-Spektakel in Bochum, Duisburg und Gelsenkirchen Station machen.
dpa/str




