Ein Polizeisprecher bestätigte in Frankfurt einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach Luzenko während einer Zwischenlandung dem Flughafenpersonal aufgefallen und gemeinsam mit seinem 19-jährigen Sohn auf ein Polizeirevier mitgenommen worden sei. Details konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.
Ein Lufthansa-Sprecher berichtete von einem ukrainischen Fluggast, der „einen stark alkoholisierten Eindruck machte und sehr laut war“. Der Mann, der aus Kiew kam und nach Seoul weiterfliegen wollte, sei nach der Entscheidung, ihn nicht an Bord zu lassen, handgreiflich geworden und habe „deutlich randaliert“.
Es sei zu befürchten gewesen, dass es auch an Bord der Maschine zu Pöbeleien gekommen wäre. Der Kapitän habe sich daher geweigert, die beiden Passagiere einsteigen zu lassen. „Deshalb war die Entscheidung, ihn nicht mitzunehmen und die Polizei einzuschalten, absolut richtig“, sagte der Sprecher, der über die genaue Identität des Mannes keine Angaben machte.
Als die Polizei am Gate auftauchte, sollen beide Passagiere mit Handys geworfen haben. Nach ihrer Ausnüchterung durften die beiden Männer nachts weiterfliegen. Allerdings sei zuvor Vize-Polizeipräsident Günter Hefner in diplomatischer Mission unterwegs gewesen, damit Innenminister Luzenko zuhause keinen Ärger für den Vorfall bekommt. Man habe sich in einem einstündigen Gespräch darauf geeinigt, keine Anzeige wegen Widerstands und Beleidigung zu erstatten, heißt es laut „Bild“.
dpa/AFP/kami




