Man sperre ein Dutzend Mädchen zwischen 16 und 22 wochenlang zusammen, schotte sie von der Außenwelt ab und lasse sie in der ständigen Angst, den goldenen Käfig verlassen zu müssen. Die perfekten Zutaten für ein soziales Experiment. Oder für „Germany's Next Topmodel“ gestern Abend. Es war die Folge der Psychospielchen.
Ein Fotoshooting soll unter Wasser stattfinden, davor hat Sarina aber Angst. Nicht nur die Sauerstoffflasche bringt sie außer Atem, sondern auch die Panik vor der Jury nicht bestehen zu können, lässt sie beinahe hyperventilieren. Heidi lässt sie wissen, es könnten „durchaus Haie vorbeikommen“.
Ziemlich atemlos geht es dann weiter nach Miami, wo sich in der Hotellobby eine Szene abspielt, die jeder aus dem Schullandheim kennt: Keiner will mit Larissa ins Zimmer, schließlich drängen sich drei Kandidatinnen in eines, um nicht „mit der Irren aus Österreich“ (Zitat Larissa) zusammen sein zu müssen. Warum Larissa keiner leiden kann? Vermutlich weil sie jede Aufgabe mit Erfolg meistert und dabei recht locker bleibt.
Manchmal kann eine ziemlich oberflächliche Show mehr über die Generation der 14- bis 30-Jährigen aussagen, als jede Studie. Die Angst zu Versagen ist immer da, dagegen hilft nur, jede gestellte Forderung zu erfüllen, egal wie hirnrissig sie ist. Und natürlich immer beobachten, wie weit die anderen sind. Ziemlich anstrengend, aber eine Verschnaufpause gibt es nicht.
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