Restaurants und Supermärkte in den USA haben rohe Tomaten von ihren Speisekarten und aus ihren Warenregalen verbannt. Das Gemüse steht laut der Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) im Verdacht, Salmonellenerkrankungen auszulösen, wie US-Medien berichteten. Seit Mitte April infizierten sich nach Angaben der „Washington Post“ mindestens 145 Menschen in mehreren Bundesstaaten mit den Bakterien, nachdem sie Tomaten gegessen hatten.
Die Fast-Food-Kette McDonald’s, deren Konkurrent Burger King, Steakhäuser, Restaurants sowie Supermärkte stellten die Verwendung und den Verkauf bestimmter Tomatensorten daraufhin ein. Hamburger werden bei McDonald’s jetzt ohne Tomatenscheiben verkauft.
Eine Sprecherin der Fast-Food-Kette berichtete, dass weiterhin Cocktailtomaten in den Salaten verwendet würden, da bei dieser Sorte keine Probleme gemeldet worden seien. Nach Angaben der FDA ist die Quelle der Verseuchung mit Salmonellen-Keimen noch nicht identifiziert. Die Krankheit brach bei Menschen in 16 verschiedenen US-Bundesstaaten aus. 23 der Erkrankten hätten ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.
Die Warnung der FDA gilt für Roma-, Fleisch- und pflaumenförmige Tomaten. Rispen-, Kirsch- und Cocktailtomaten stufte die FDA dagegen als unbedenklich ein. Salmonellen, die meistens auf tierischen Produkten vorkommen, können auch durch Wasser übertragen werden. Auf die Tomaten gelangten sie vermutlich beim Wässern der Pflanzen oder später beim Waschen der Früchte. Die Bakterien können beim Menschen Durchfall verursachen, der insbesondere bei Babys und bei Älteren zum Tod führen kann.
AP/dpa/oht




