Trainingslager

Union mit Sieg und Remis in Spanien

Bundesligist Union schlägt Oud Heverlee Leuven mit 2:1 und spielt danach 2:2 gegen Royale Union Saint-Gilloise. Sorgen um Maloney.

Die Köpenicker im Wintertrainingslager in Orihuela/Spanien.

Die Köpenicker im Wintertrainingslager in Orihuela/Spanien.

Foto: Michael Färber

Orihuela. Bundesligist Union Berlin hat am Montag im Trainingslager in Spanien seine beiden Testspiele gegen belgische Zweitligisten mit einem Sieg und einem Unentschieden beendet.

Der Aufsteiger schlug Oud Heverlee Leuven am Vormittag mit 2:1 (0:0). Am Nachmittag gab es ein 2:2 (2:0) gegen Royale Union Saint-Gilloise.

„Es war wichtig, zwei Tests zu haben und dass die Jungs größtenteils über 90 Minuten spielen konnten“, zog Trainer Urs Fischer ein positives Fazit nach dem Testspieltag. Nach einem eher ruhigeren Tag warten noch fünf harte Einheiten auf die Profis. Das Testspiel am Sonnabend gegen den ungarischen Meister und Tabellenführer Ferencvaros Budapest (15 Uhr) bildet dann den Abschluss.

Union Berlin verspielt ein 2:0

„Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, da waren wir aktiv. Mit der zweiten Halbzeit bin ich es nicht, da kam nicht mehr viel“, sagte Trainer Urs Fischer nach dem Test gegen Saint-Gilloise.

Tatsächlich zeigte Union vor der Pause eine engagierte Leistung und ging nach einem fulminanten Schuss von Sheraldo Becker in den rechten Winkel (20.) sowie einem Treffer von Anthony Ujah nach einer Ecke (38.) in Führung. „Ein Tor hilft dir immer, selbst in einem Testspiel“, sagte Ujah, der sich für weitere Einsätze in der Startelf empfehlen will.

Nach der Pause drängten die Belgier auf den Ausgleich, der ihnen auch durch Aron Sigurdarson (54.) und Sigurd Haugen (87.) gelang. Weiterer Wermutstropfen für Union: Innenverteidiger Lennard Maloney musste nach 54 Minuten mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

Union Berlin mit Systemänderungen gegen Leuven

Nach dem Vormittagstest zeigte sich Trainer Urs Fischer zufrieden. „Um 11 Uhr zu spielen, ist nicht so einfach, dann kommt auch eine gewisse Müdigkeit hinzu. Das ist auch für mich eine neue Erfahrung, nach acht Tagen Ferien praktisch wieder nahtlos im Training zu sein“, sagte der Schweizer.

Mit Blick auf das am Sonntag trainierte Umschaltspiel fügte er hinzu: „Wir hätten mehr Möglichkeiten gehabt, schneller umzuschalten. Aber auch da haben ich drei, vier gute Szenen gesehen.“

Fischer ließ gegen Leuven mit einer Vierer-Abwehrkette im 4-4-2-System beginnen. Ebenfalls gleich für die Profis aktiv: Talent Fisnik Asllani. Und die Köpenicker, die am Sonntag ihre erste Einheit in Orihuela absolvierten, brauchten gut 20 Minuten, um ins Spiel zu finden.

Union Berlin müht sich eine Halbzeit lang

Schon nach sechs Minuten musste Torwart Rafal Gikiewicz mit seinen Vorderleuten schimpfen. Thomas Henry tauchte frei vor ihm auf, verzog jedoch. Union tat sich gegen die technisch versierten Belgier ein wenig schwer.

Vor allem nach Ballgewinnen wurde zu langsam nach vorn geschoben. „Wachsam bleiben“, rief Michael Parensen. Doch Stürmer Sebastian Polter trat nach 28 Minuten in aussichtsreichster Position über den Ball.

Nach dem Seitenwechsel agierte Union etwas schwungvoller gegen Leuven, das mit komplett neuer Elf weiterspielte. Asllani kam in der 53. Minute zu einer Möglichkeit, sein Schuss wurde aber abgeblockt. Nach der anschließenden Ecke traf Parensen einen Kopfball nicht richtig.

Union Berlin siegt dank Polter

Robert Andrich machte es nach 66 Minuten besser. Der Mittelfeldspieler schoss aus 23 Metern ins obere rechte Eck zum 1:0 ein. Trainer Fischer hatte da bereits Julius Kade und Florian Flecker für Asllani und Marcus Ingvartsen gebracht und auf 4-2-3-1 umgestellt.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Isaac Asane glich für die Belgier aus (76.), Polter brachte Union aus Nahdistanz quasi im direkten Gegenzug wieder in Führung (77.). Dabei blieb es bis zum Schluss. „Wenn man lange nicht spielt und dann wieder 90 Minuten bekommt, ist es immer schwierig, den Rhythmus zu finden, aber dafür sind Testspiele natürlich gut“, sagte Polter.

Die Aufstellungen von Union Berlin:

Union Berlin - Oud Heverlee Leuven 2:1 (0:0).

Gikiewicz – Lenz, Parensen, Friedrich, Ryerson (85. Arcones)– Mees, Andrich, Schmiedebach, Ingvartsen (62. Flecker) – Polter, Asllani (62. Kade).

Union Berlin – Royale Union Saint-Gilloise 2:2 (2:0).

Nicolas – Trimmel, Maloney (54. Kade), Subotic, Reichel – Becker (62. Flecker), Gentner (74. Arcones), Kroos, Bülter – Ujah, Andersson.

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