Zweite Liga

Union-Trainer Fischer drückt Köln die Daumen

Union-Trainer Urs Fischer hofft auf einen Kölner Sieg gegen den Hamburger SV. Doch die Situation gefällt dem Schweizer überhaupt nicht.

Union-Trainer Urs Fischer hat bereits das nächste Spiel gegen Fürth im Blick )

Union-Trainer Urs Fischer hat bereits das nächste Spiel gegen Fürth im Blick )

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Berlin. Urs Fischer zählt normalerweise zu jenen Trainern, die ein Spiel schnell abhaken können, auch Niederlagen. Mit Blick auf das Remis gegen Jahn Regensburg (2:2) , für Fischer eine „gefühlte Niederlage“, musste der Coach des 1. FC Union jedoch eingestehen, dass es den einen oder anderen Tag länger dauern wird, bis das vierte Spiel in Folge ohne Sieg endgültig abgehakt ist.

Doch schon am Montagnachmittag, beim ersten Training der Woche, muss das Auswärtsspiel des Berliner Fußball-Zweitligisten bei der SpVgg Greuther Fürth am Sonnabend (13 Uhr, Sky) im Vordergrund stehen. Erst danach, so die Forderung des Trainers, darf das Spitzenduell gegen den Hamburger SV (28. April) ein Thema sein. „Einen Direktvergleich mit dem HSV muss ich jetzt noch gar nicht anstellen“, sagte Fischer.

Der Hamburger SV, der Gegner beim vermeintlichen Showdown um Platz zwei, der den direkten Aufstieg in die Bundesliga ermöglicht – irgendwie ist der Erstliga-Absteiger in diesen Tagen ständiger Begleiter an der Alten Försterei. erst recht am Montagabend, wenn die Hamburger zum Zweitliga-Kracher beim 1. FC Köln antreten.

Union hat den Vorteil selbst verspielt

„Natürlich werde mir ich das Spiel anschauen“, erzählte Fischer. Seine Spieler werden dies auch tun, zumindest sollten sie es. Gegnerbeobachtung, Weiterbildung, Spaß an einem hoffentlich gutklassigen Spiel – es gibt genug Gründe, das Duell zu verfolgen. Wenn nicht diese Begegnung, welche dann im Bundesliga-Unterhaus?

Und Fischers Sympathien sind eindeutig verteilt. „Ich würde lügen, wenn ich nicht ein bisschen hoffen würde, dass Köln dieses Spiel gewinnt“ sagte Fischer. Seinem schelmischen Grinsen folgte jedoch sogleich die ernste Miene. „Mir gefällt die Situation nicht. Das löst bei mir kein gutes Gefühl aus“, erklärte Fischer.

Weil der Schweizer keiner ist, der sich auf andere verlassen will. Im Kampf um Platz zwei muss er es jedoch nun wieder tun, nachdem seine Mannschaft den Vorteil verspielt hat, alles selbst in der Hand zu haben. So lange der Abstand zum HSV nicht mehr als drei Punkte beträgt, kann Union Ende April mit einem Heimsieg gegen die Hamburger aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeiziehen.

Fischer: „Müssen es gegen Fürth besser machen“

Doch der Plan kann nun eben nur funktionieren, wenn die Kölner am Montagabend mindesten einen Punkt gegen den HSV holen würden, der sich in den vergangenen Wochen – ähnlich wie Union – nicht wirklich wie ein Aufstiegskandidat präsentiert hat. Dass bereits dies zu viele Konjunktive sind für Fischer, ist nachvollziehbar.

„Wir hatten jetzt schon die eine oder andere Möglichkeit, und wir haben sie nicht genutzt“, machte der Union-Trainer deutlich: „Es gegen Fürth besser zu machen, das muss unser Anspruch sein. Und dann mal sehen, wie die Ausgangslage ist, wenn wir gegen den HSV spielen.“

Vielleicht entpuppt sich das späte Unentschieden gegen Regensburg ja doch wieder als ein Punktgewinn im Aufstiegsrennen. Wie schon das Remis eine Woche zuvor bei Dynamo Dresden (0:0), weil der HSV anschließend sein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:2 verlor.