Zweite Liga

Union setzt gegen Bielefeld auf die Festung Alte Försterei

Union hat seit 18 Spielen in der Alten Försterei nicht mehr verloren. So wollen die Köpenicker die Serie gegen Bielefeld ausbauen.

Union-Trainer Urs Fischer warnt vor einem unbequemen Gegner.

Union-Trainer Urs Fischer warnt vor einem unbequemen Gegner.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es gab Kuchen. Und zwei Ständchen von der Mannschaft, eines während der Videoanalyse des nächsten Gegners, eines vor dem Training am Mittwoch auf dem Platz. Momente, die Urs Fischer, dem Trainer des 1. FC Union, ein Lächeln ins Gesicht zauberten an seinem 53. Geburtstag.

Das schönste Geschenk freilich kann die Mannschaft ihrem Schweizer Coach am Freitag mit einem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld (18.30 Uhr, Alte Försterei) machen. Einem Gegner, der es in sich hat, nicht nur, weil mit Uwe Neuhaus ein ehemaliger Union-Trainer Mitte Dezember die sportliche Leitung bei der Arminia übernommen hat.

Es gilt, den Heimnimbus zu wahren und die Serie von 18 Spielen ohne Niederlage in der Alten Försterei auszubauen. Doch nicht nur Fischer weiß, dass die Bielefelder vor allem in der Fremde ihre Punkte zu holen wissen: 16 gab es auswärts (drei mehr als Union), nur elf zu Hause.

„Wir benötigen Präsenz von der ersten Minute an“, warnt Fischer die Seinen, „und das dann über 90 Minuten.“ Denn mit der Arminia ist eine Mannschaft zu Gast, die den Köpenickern trotz ihrer mäßigen Platzierung in der Zweiten Liga (Rang elf) alles abverlangen wird. „Das ist eine Mannschaft, die sich etwas zutraut“, sagte Fischer. Und: „Sie spielt mit einer guten Mischung aus Ballbesitz und schnellem Umschaltspiel. Sie versucht, immer spielerische Lösungen zu finden.“

Ex-Union-Trainer Neuhaus will punkten

Auch lange Bälle, zum Beispiel auf Fabian Klos oder Andreas Voglsammer, sind den Bielefeldern nicht fremd. Unions Defensive, mit nur 20 Gegentreffern immer noch die beste der Liga, wird auf allen Ebenen gefordert sein. Zumal Neuhaus, von 2009 bis 2014 Unions Trainer, bereits angekündigt hat: „Ich fahre da nicht hin, um Bekannte zu treffen, sondern um Punkte mitzunehmen.“

Bei Union will man sich an dem Auftritt in Duisburg ein Beispiel nehmen. Das späte Siegtor von Sebastian Andersson zum 3:2 verdeutlichte einmal mehr die Ruhe, die die Mannschaft in schwierigen Situationen auszustrahlen vermag. Ähnlich verhielt es sich im Spiel bei St. Pauli , wo die Berliner innerhalb von 80 Sekunden mit zwei Toren auf 2:2 gestellt hatten, ehe ein unglücklicher Strafstoß dann doch die Niederlage besiegelte.

„Die Bielefelder wissen, wie man auswärts bestehen kann“, sagte Fischer. Dass Union es allerdings versteht, die Alte Försterei zur Festung auszubauen, hat das Team in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bewiesen.

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