Im August vergangenen Jahres gewann er bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille mit der deutschen Nationalmannschaft. Jetzt soll Grischa Prömel mithelfen, den 1. FC Union in die Bundesliga zu bringen. Der defensive Mittelfeldspieler wechselt vom Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC nach Köpenick, wo er einen Vertrag bis 2020 unterschrieb, gültig für die ersten beiden Ligen.

„Union kenne ich bereits aus eigenem Erleben und ich weiß, was mich hier erwartet. Sportlich kann es für uns nur darum gehen, den Erfolg der letzten Saison als Ansporn zu betrachten, um nun noch besser abzuschneiden“, sagte Prömel. Mit anderen Worten: Der 22-Jährige hat mit den Köpenickern nichts anderes als den Aufstieg im Blick. „Ich werde alles geben, um mit meiner Leistung dazu beizutragen“, so Prömel.

Union ist damit ein durchaus guter Griff gelungen. Der 1,83-Meter-Mann bringt bereits reichlich Erfahrung mit. Neben 22 Einsätzen in den Nachwuchsteams des Deutschen Fußball-Bundes spielte er in den vergangenen beiden Saisons 44 Mal für Karlsruhe in der Zweiten Liga. Und 2014 holte der gebürtige Stuttgarter die deutsche A-Jugend-Meisterschaft mit der TSG Hoffenheim.

Konkurrenzkampf mit Fürstner steht bevor

Mit Prömels Verpflichtung erhält auch der Konkurrenzkampf auf der Sechser-Position neues Leben. Dort war in der vergangenen Saison Stephan Fürstner gesetzt, Dennis Daube vertrat ihn. Eine Qualitätssteigerung auf dieser Position dürfte also nicht ausbleiben.

„Grischa besitzt ein außergewöhnliches Talent. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein junger Spieler bei seinem Verein eine so zentrale Rolle gespielt hat, das spricht für seine Qualität“, erklärte Helmut Schulte, Unions Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Grischa Prömel ist bereits der vierte Zugang für die Spielzeit 2017/18. Zuvor hatte Union Marcel Hartel für das rechte offensive Mittelfeld vom 1. FC Köln, Innenverteidiger Marc Torrejon vom SC Freiburg sowie Peter Kurzweg von Absteiger Würzburger Kickers für die linke Abwehrseite verpflichtet.