Zweite Liga

Union ohne Fünf gegen Heidenheim

Zweitligist Union muss gleich auf fünf Stammspieler im letzten Heimspiel verzichten. Dafür machen die Gäste den Union-Fans eine Freude.

Innenverteidiger Roberto Puncec fehlt gegen Heidenheim wegen einer Gelb-Sperre

Innenverteidiger Roberto Puncec fehlt gegen Heidenheim wegen einer Gelb-Sperre

Foto: Oliver Hardt / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Geteilte Freude ist doppelte Freude. Dies scheint das Motto der Gast-Mannschaften in den beiden letzten Heimspielen des 1. FC Union zu sein. Bereits vor zwei Wochen stellten die Fans des SV Sandhausen "ihren" Gästeblock in der Alten Försterei den Anhängern des Berliner Fußball-Zweitligisten zur Verfügung. Die 90 mitgereisten Sandhäuser erlebten das 2:1 für Union auf der Haupttribüne.

Am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr, Sky) kann in Absprache mit den Ostwürttembergern ein Teil des rund 2400 Plätze umfassenden Gästebereiches ebenfalls noch von den Heimfans genutzt werden. Die Partie wird mit nun 21.700 statt 22.012 Zuschauern ausverkauft sein.

Es gilt, mit einem Sieg die Rekordausbeute von bislang 57 Punkten auf jene 60 Zähler auszubauen, die die Köpenicker in der Winterpause als Ziel ausgegeben hatten. Trainer Jens Keller hofft deshalb, dem eigenen Publikum einen schönen Saisonabschied fernab jeder theoretischen Aufstiegsrechnerei bescheren zu können. "Ich bin nicht der Wundermann. Wir wollen das Spiel zu Hause für unsere Fans gewinnen. Den Rest können wir nicht beeinflussen. Wir möchten ein gutes Spiel machen", sagte der Trainer.

Verteidiger Trimmel freut sich auf noch mehr Union

In jedem Fall ist er erneut zum Umbau gezwungen. Neben den bereits pausierenden Sebastian Polter (Rot-Sperre) und Steven Skrzybski (Muskelfaserriss) gesellten sich vergangenen Montag beim 1:3 in Braunschweig auch noch Roberto Puncec (Gelb-Rot), Damir Kreilach (Gelb-Sperre) sowie unter der Woche Toni Leistner hinzu. Der Abwehrchef wird wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel sogar das Saisonfinale in Fürth am 21. Mai verpassen.

Mit der Verlängerung des Vertrages von Christopher Trimmel treibt Union seine Planungen für die nächste Saison voran. Der Vertrag mit dem Österreicher gilt nun bis 2019, gültig für die ersten beiden Ligen. Der 30-Jährige hat sich in dieser Saison rechts in der Viererabwehrkette festgespielt und dort nicht nur mit seinen Flankenläufen überzeugt. Da Konkurrent Benjamin Kessel wohl nach Kaiserslautern wechseln wird, benötigt Union auf dieser Position dennoch eine Verstärkung, um dem eigenen Anspruch von der doppelt besetzten Position gerecht zu werden.

Trimmel freut sich "auf zwei weitere Jahre. Ich fühle mich sehr wohl hier, die Mannschaft ist stark und wir haben eine richtig gute Entwicklung genommen. Die wollen wir fortsetzen." Der Tattoo-Liebhaber wechselte im Sommer 2014 von Rapid Wien an die Alte Försterei und absolvierte seitdem 89 Pflichtspiele (ein Tor, elf Vorlagen).

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