Zweite Liga

Kampfansage vom neuen Union-Torwart: Ich bin kein Typ für die Bank

Jakob Busk wechselt von FK Kopenhagen zum 1. FC Union, weil er die Nummer eins werden will. Der Vertrag von Stammtorwart Haas läuft im Juni aus

Der Neue beim 1. FC Union: Jakob Busk im Trikot der U21-Nationalmannschaft von Dänemark

Der Neue beim 1. FC Union: Jakob Busk im Trikot der U21-Nationalmannschaft von Dänemark

Foto: Michael Zemanek / picture alliance / Back Page Ima

Oliva Nova.  – Jakob Busk, der neue dänische Torwart des 1. FC Union kommt mit reichlich Selbstvertrauen daher. Und er hat klare Vorstellungen über seinen Status beim 1. FC Union. Der 22-Jährige will die Nummer eins werden. „Ich bin hierhergekommen, um zu spielen. Ich denke, ich bin gut genug und vertraue meinen Fähigkeiten“, sagt Busk im Trainingslager des Fußball-Zweitligisten an der spanischen Costa del Azahar.

Spätestens jetzt ist klar: In die Torwartsituation bei Union wird mächtig Bewegung kommen, vielleicht schon jetzt im Winter, spätestens jedoch im Sommer mit Blick auf die neue Saison. Daniel Haas, bislang Unions Nummer eins, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, hat jedenfalls ernsthafte, noch dazu zehn Jahre jüngere Konkurrenz bekommen. „Es ist offensichtlich, dass Haas ein erfahrener Torwart ist. Es wird ein harter Wettbewerb“, erklärt Busk.

Der Vertrag in Berlin läuft bis Juni 2017

Der 1,89-Meter-Mann kommt von Pokalsieger FC Kopenhagen aus der dänischen ersten Liga an die Alte Försterei. Sein Vertrag läuft über eineinhalb Jahre. Die recht kurze Vertragsdauer „ist der gemeinsame Wunsch von Union und mir. Der Klub will erst schauen, ob es passt. Und ich wollte keinen Vier- oder Fünfjahres-Vertrag unterschreiben, um dann – sollte es nicht die richtige Entscheidung gewesen sein – vier Jahre nur auf der Bank zu sitzen“, sagt Busk.

Genau dies, auf der Bank sitzen, wollte der Keeper, der wegen Entzündungen in seinen großen Zehen an der spanischen Mittelmeerküste noch ein wenig kürzer treten muss, aber nicht mehr. In Kopenhagen hat er mit Stephan Andersen (34) die Nummer zwei der dänischen Nationalmannschaft vor sich. Eine zu hohe Hürde.

Busk staunt über 300 Fans im Trainingslager

„Stephan wird auch die nächsten drei, vier Saisons spielen. Ich bin nicht der Typ, der sich auf die Bank setzt und auf seine Chance wartet“, macht Busk deutlich: „Außerdem möchte ich ein anderes Land, eine andere Kultur kennenlernen. Das war schon lange ein Traum von mir.“ Warum er sich schließlich für Union entschieden hat? „Union hat das größte Interesse gezeigt, als ich einen neuen Verein gesucht habe. Aus meiner Sicht ist es die zu diesem Zeitpunkt beste Entscheidung“, ist sich Busk sicher.

Was ihn bei den Köpenickern erwartet, erlebt er bereits hautnah während der Tage in Spanien. „Ich habe mich natürlich vorher über Union informiert und herausgefunden, dass dies ein Klub mit großer Geschichte und großartigen Fans ist. Dass fast 300 Fans im Trainingslager sind, ist aber unglaublich. Diese besondere Beziehung zwischen Verein und Fans habe ich vorher noch nicht erlebt. Ich freue mich darauf, nun ein Teil davon zu sein und die Atmosphäre im Stadion zu erleben.“

Viele schnelle Spieler bei Union

Einen Vergleich mit seinem bisherigen Klub in Sachen Spielstärke braucht Union offensichtlich nicht zu scheuen. „Ich würde sagen, beide Klubs sind in etwa gleich stark. Sie haben unterschiedliche Spielstile. Union hat viele Spieler, die stark und schnell sind. Kopenhagen hat einige wenige Spieler mit individuellen Stärken. Wenn beide Teams gegeneinander spielen würden, wäre es ein ausgeglichenes Spiel.“