Zweite Liga

Union kämpft gegen den Abwärtstrend – und eine schwarze Serie

Zweimal hat Union bereits in dieser Saison gegen Heidenheim verloren: im Pokal und in der Zweitliga-Hinrunde. Im dritten Duell soll ein Sieg her. Schon um Trainer Düwel vor einer Premiere zu bewahren.

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„Nein“, sagt Norbert Düwel, „ich habe noch nicht innerhalb einer Saison dreimal gegen den gleichen Gegner verloren.“ Und um jeden Zweifel gleich wegzuwischen, fügte der Trainer des 1. FC Union hinzu: „Das darf auch gern so bleiben.“ Keine Frage, die Partie des Berliner Fußball-Zweitligisten am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim (13.30 Uhr, Alte Försterei) hat schon eine besondere Note.

Schließlich gab es nicht nur das ernüchternde 1:2 in der ersten Runde des DFB-Pokals Mitte August vergangenen Jahres, sondern einen Monat später auch noch ein enttäuschendes 1:3 in der Liga. Bei Union hofft man nun auf die alte Weisheit: Aller guten Dinge sind drei.

Union steht unter Druck, nicht nur wegen der angepeilten Wiedergutmachung. Ein Sieg muss her, damit das Auf und Ab des Jahresstarts nicht zu einem alleinigen Ab wird. Die Köpenicker wollen sich nach oben orientieren, nicht nach unten. Doch das ist leichter gesagt als getan gegen einen Aufsteiger, der sich bislang so gar nicht wie ein Liga-Neuling präsentiert. Im Gegenteil, die Heidenheimer spielen eine äußerst passable Saison, die sie in 21 Spieltagen auf Rang neun gebracht hat – zwei Plätze vor Union.

Große Konstanz in Heidenheim

„Heidenheim ist eine eingespielte Mannschaft, die in der vergangenen Saison nicht nur durch die Dritte Liga marschiert ist, sondern auch schon im Jahr davor den Aufstieg nur knapp verpasst hat“, erklärt Düwel. Beim Gegner herrsche eine „große Konstanz, und das ist immer eine gute Geschichte“, meint Düwel. Das mache die Ostwürttemberger jedoch auch ein wenig ausrechenbar. Die Analyse des Gegners sei „deutlich einfacher. Wir wissen was auf uns zukommt. Bei uns hat sich dagegen einiges geändert. Ich weiß nicht, ob die Heidenheimer wissen, was auf sie zukommt“.

Mitentscheidend für einen Union-Erfolg wird sein, Marc Schnatterer auszuschalten. Der 29-Jährige ist zweitbester Scorer der gesamten Liga (sieben Tore, neun Assists). Und im Hinspiel war er an allen drei Heidenheimer Toren beteiligt. Ihn im Zaum zu halten, klingt nach einer kaum zu bewerkstelligenden Aufgabe angesichts der Defensivschwächen, die die Unioner vor allem bei ruhenden Bällen offenbaren.

Im Training standen Standards jedenfalls oben auf der Liste. „Ich kann das aber 50.000 Mal trainieren lassen. Wenn dann in der einen Sekunde ein Spieler einen kurzen Moment eine Schlafphase einlegt, dann ist alles wieder dahin“, macht Düwel das Dilemma seines Teams deutlich.