Urteil

30.000 Euro Geldstrafe für Union wegen Randale in Stockholm

Im Januar endete das Testspiel des Zweitligisten 1. FC Union bei Djurgardens IF in einem Chaos. Nun wurden beide Vereine vom Weltverband Fifa zur Rechenschaft gezogen und mit Geldstrafen belegt.

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Zehn Monate nach den Ausschreitungen im Testspiel bei Djurgardens IF Stockholm hat der Fußball-Weltverband Fifa den 1. FC Union zu einer Geldstrafe von knapp 30.000 Euro (35.000 Schweizer Franken) verdonnert. Djurgardens muss als Gastgeber sogar rund 37.500 Euro (45.000 Schweizer Franken) bezahlen.

Die Disziplinarkommission des Weltverbandes ermahnte Union außerdem wegen des Fehlverhaltens seiner Fans während und nach der Partie, bei der es am 25. Januar zu massiven Auseinandersetzungen gekommen war. Djurgardens wurde von der Fifa darüber hinaus ermahnt, weil „es der Verein unterlassen hatte, sämtliche Maßnahmen für die Sicherheit vor, während und nach dem besagten Spiel zu treffen, um für Ruhe und Ordnung im Stadion und in der unmittelbaren Umgebung sowie für einen ungestörten Ablauf des Spiels zu sorgen“, wie es in der offiziellen Begründung heißt.

Das Spiel musste in der 73. Minute abgebrochen werden, nachdem es auf beiden Seiten zu massivem Einsatz von Pyrotechnik gekommen war und Chaoten beider Klubs den Rasen in der Stockholmer Arena gestürmt hatten. Bei den Vorfällen wurden nach schwedischen Polizeiangaben zwölf Beamte und ein deutscher Fan verletzt.

Von BFC-Dynamo-Plakat provoziert

Auslöser war ein Plakat des einstigen DDR-Rivalen BFC Dynamo, das im Fanblock von Djurgardens gezeigt wurde und einen Teil der Union-Anhänger seinerzeit durchdrehen ließ. Es sei „eine dumme Provokation und eine dumme Reaktion“ gewesen, ließ Union damals wissen. Union-Boss Dirk Zingler hatte wenige Tage später Fehler des Berliner Fußball-Zweitligisten eingeräumt: „Wir haben in Stockholm versagt.“

Im Rahmen ihrer Ermittlungen zu den Vorfällen von Stockholm hatte die Berliner Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft nach diversen Hausdurchsuchungen 32 Stadionverbote bei Union beantragt. Entscheidungen über Stadionverbote hat der Köpenicker Klub bislang jedoch noch nicht getroffen.