Den Gegnern des 1. FC Union stehen offenbar stürmische Zeiten bevor. Denn der Fußball-Zweitligist hat drei Tage vor dem Ende der Transferperiode noch einmal zugeschlagen und den dritten Angreifer in vier Tagen verpflichtet. Nach Maximilian Thiel vom 1. FC Köln und Martin Kobylanski von Werder Bremen kommt nun noch Sebastian Polter vom FSV Mainz 05 an die Alte Försterei.

„Sebastian Polter ist ein Toptransfer für uns. Es freut mich sehr, dass unsere Geduld belohnt worden ist und wir unsere Wunschspieler tatsächlich verpflichten konnten“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel: „Sebastian ist mit 23 Jahren noch jung und hat bereits Bundesligaerfahrung sammeln können. Ich bin überzeugt davon, dass er eine spürbare Verstärkung für uns sein wird.

Polter bestritt bislang 51 Erstligaspiele für den VfL Wolfsburg, den 1. FC Nürnberg und Mainz, schoss dabei sieben Tore. Der 1,90-Meter-Mann, geboren in Wilhelmshaven, wird bis Saisonende ausgeliehen. In Mainz steht er noch bis 2017 unter Vertrag.

Die Fans haben den Stürmer beeindruckt

„Ich habe Union in den vergangenen Wochen intensiv verfolgt und war auch gegen Nürnberg im Stadion. Eine solche Unterstützung durch die Fans bei einer herben Niederlage erlebt man selten. Das hat mich sehr beeindruckt. Mein Entschluss hierher zu kommen stand aber schon vorher fest. Ich denke, dass ich hier sehr gut aufgehoben bin und wir gemeinsam Erfolg haben werden“, kommentierte Polter seinen Wechsel.

Ähnlich wie Trainer Düwel sieht auch Nico Schäfer den Wechsel Polters zu den Köpenickern als gute Investition in den Neustart, den Union in dieser Saison hinlegen will. „Was lange währt, wird oft gut. Wir konnten unsere Vorstellungen in diesem Fall zwar nicht zu hundert Prozent verwirklichen, aber wir haben unseren Wunschspieler bekommen“, sagte Unions kaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzspielerabteilung.