Nach den Ereignissen der vergangenen Woche mit der angekündigten Trennung von Trainer Uwe Neuhaus nach der Saison und der sofortigen Freistellung der Profis Baris Özbek und Adam Nemec gehen die Personalplanungen beim 1. FC Union für die Spielzeit 2014/15 voran. So baut der Fußball-Zweitligist weiter auf die Dienste von Daniel Haas. Der Vertrag mit dem Torwart wurde um zwei Jahre bis 2016 verlängert und gilt für die Bundesliga als auch für die Zweite Liga.

„Ich habe mich bei Union sehr schnell und sehr gut eingelebt und freue mich sehr darüber, dass es für mich hier weitergeht. Nichts anderes war mein Ziel, das habe ich auch frühzeitig deutlich gemacht", sagte Haas: „Die laufende Saison ist für die gesamte Mannschaft nicht gut gelaufen. Das betrifft mich genauso. Umso mehr hoffe ich, dass ich die Gelegenheit bekomme zu zeigen, dass es immer noch besser geht.“

Von Hoffenheim gekommen

Haas war im Sommer 2012 von der TSG Hoffenheim an die Alte Försterei gewechselt und von Trainer Uwe Neuhaus sofort zur Nummer 1 bestimmt worden. In der ablaufenden Spielzeit stand der 30-Jährige in allen Pflichtspielen zwischen den Pfosten. „Daniel hat gezeigt, warum wir ihn vor zwei Jahren geholt haben. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist eine gute Entscheidung von beiden Seiten. Ich wünsche ihm hier bei Union weiterhin viel Erfolg“, sagte der scheidende Union-Coach Neuhaus.

Seine Entscheidung, weiter für die Köpenicker Kicker im Tor zu stehen, sei schon seit längerer Zeit klar gewesen. Dass die Verlängerung seines Kontraktes erst jetzt vollzogen wurde, kommentierte Haas wie folgt: „Es sind ja zuletzt eine Menge Personalentscheidungen getroffen worden, vielleicht hat es sich deshalb bei mir etwas hinausgezögert. Aber ich denke, der Verein weiß, was er an mir hat, und ich weiß, was ich an dem Verein habe."

„Daniel passt hierher“

Was fehlt, ist ein zweiter Torwart, nachdem der langjährige Stammkeeper Jan Glinker bereits Anfang Februar seinen Abschied von Union nach insgesamt 13 Jahren verkündet hatte. Ein Torwart, der Haas zu noch besseren Leistungen antreibt. Oder ihn verdrängt, sollte der neue Schlussmann eine höhere Qualität besitzen. Der neue Trainer, den Union nun schnellstmöglich finden will und muss, dürfte dabei ein gehöriges Wörtchen mitreden.

„Daniel passt hierher, und er hat sich frühzeitig und klar positioniert. Ich freue mich, dass wir uns einig geworden sind und auch in Zukunft zusammenarbeiten werden“, erklärt Nico Schäfer, kaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzabteilung.

Wie wohl sich Haas tatsächlich bei Union fühlt, ließ er die Fans via Facebook wissen. „Ich freue mich auf zwei weitere Jahre mit euch Verrückten", schrieb er dort. Ein kleines Lob für den treuen Anhang, der die Mannschaft selbst während der miserablen Rückrunde lautstark unterstützt hat.