Der 1. FC Union und Uwe Neuhaus, das war einmal etwas, das einfach zusammenpasste. Auf der einen Seite der Klub, der sich über seine Herkunft definiert. Die Schlosserjungs aus dem Arbeiterverein, ein bisschen rau, aber immer ehrlich, bodenständig. Auf der anderen Seite der Trainer aus dem Ruhrgebiet, selbst aus einer Arbeiterfamilie stammend, der mal einen richtigen Job gelernt hat und auch als Fußballer immer ein Malocher war.

Lange ergab diese Kombination eine perfekte Symbiose, Neuhaus brachte Union voran.

Doch Union entwickelte sich immer weiter, und zwar vor allem als Klub. Mit dem Stadionneubau ergaben sich neue wirtschaftliche Möglichkeiten und Perspektiven. Die Köpenicker stehen weiter zu ihren Wurzeln, aber die Ansprüche verändern sich.

Es reicht nicht mehr, den Status Quo zu verwalten. Union will nach vorn, oder besser nach oben, mal in der Bundesliga anklopfen.

Mit dieser Entwicklung konnte der Trainer nicht mithalten, es gelang Neuhaus nicht, andere davon zu überzeugen, dass er diesen nächsten Schritt machen kann.