Der Umbruch beim 1. FC Union schreitet weiter voran. Erst vor wenigen Tagen gab der Berliner Zweitligist die Trennung vom langjährigen Stammtorwart Jan Glinker im Sommer bekannt. Am Donnerstag verkündete der Klub nun die Trennung von Innenverteidiger Christian Stuff zum Saisonende.

„Christian Stuff war viele Jahre fester Bestandteil unserer Mannschaft und eine verlässliche Größe. Es ist kein Geheimnis, dass seine Einsatzchancen durch die Transfers der vergangenen Jahre inzwischen deutlich gesunken sind, deshalb ist ein Wechsel für ihn absolut richtig. Er hat gute Chancen noch auf hohem Niveau zu spielen und wird diese auch nutzen“, begründete Union-Trainer Uwe Neuhaus die Entscheidung.

Stuff war im Sommer 2006 zum damaligen Regionalligisten an die Alte Försterei gewechselt. Und hatte zusammen mit Daniel Göhlert in der Innenverteidigung maßgeblichen Anteil an der Rückkehr Unions in die Zweite Liga drei Jahre später. Mit den Verpflichtungen von Fabian Schönheim und Roberto Puncec im Sommer 2012 sowie des international erfahrenen Schweizers Mario Eggimann ein Jahr später blieb dem 31-Jährigen jedoch nur noch ein Platz auf der Ersatzbank.

Stuff möchte Union noch bis zum Sommer helfen

„Für mich geht hier ein ganz besonderer Abschnitt meiner Karriere zu Ende. In den vergangenen Wochen war allmählich abzusehen, dass es im Sommer hier für mich nicht mehr weitergeht. Bis dahin werde ich der Mannschaft hoffentlich noch helfen können, doch dann trennen sich unsere Wege vorerst. Es muss kein Abschied für immer sein, aber ein paar Jahre möchte ich gerne noch spielen“, sagte der gebürtige Berliner.

Gut möglich, dass Stuff nach seiner aktiven Laufbahn wieder zu Union zurückkommen wird. Schon in den vergangenen Monaten hatte sich der Profi im Nachwuchsleistungszentrum der Köpenicker engagiert. „Wir würden uns freuen, ihn dort irgendwann wiederzusehen“, sagte Nico Schäfer, der kaufmännisch-organisatorische Leiter der Lizenzspielerabteilung. „Dass er jetzt noch weiter spielen möchte, ist aber absolut verständlich, und wir werden ihn dabei unterstützen, diese Pläne zu verwirklichen.“