Kommentar

Unions Traum von der Bundesliga ist weiterhin intakt

Mit dem Erfolg in Bochum ist Union der Start in die Rückrunde gelungen. Der höchste Auswärtssieg der Köpenicker in der Zweiten Liga zeigt auch, warum der Aufstiegstraum lebt, findet Michael Färber.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Da muss man auch beim zweiten Blick auf die Ergebnisse des 18. Spieltages in Liga zwei ganz genau hinschauen. Union gewinnt 4:0 in Bochum. Die gleiche Mannschaft, die noch vor kurzem von der November-Depression gebeutelt wurde und verängstigt statt selbstbewusst auftrat, schießt sich zum höchsten Auswärtssieg der eigenen Zweitliga-Geschichte.

Das konnte man in dieser Form nicht wirklich erwarten, selbst als größter Optimist nicht.

Der Erfolg von Bochum belegt zwei Dinge. Erstens: Es war richtig, trotz der sechs Pflichtspiele ohne Sieg, darunter das Aus im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern, die Ruhe zu bewahren. Eine Eigenschaft, die die Köpenicker in den vergangenen Jahren in jeder Extremsituation, ob positiv oder negativ, ausgezeichnet hat.

Zweitens: Die Rückkehr in die Erfolgsspur kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn – das ist ein Merkmal dieser kuriosen Zweitliga-Saison – trotz zuletzt nur vier von 18 möglichen Punkten ist Union punktgleich mit dem Tabellendritten Kaiserslautern. Mit anderen Worten: Der Traum vom Aufstieg in die Bundesliga ist weiter absolut intakt.

Und war es nicht Klubchef Dirk Zingler, der im Rahmen der Mitgliederversammlung wissen ließ, man sei bereit, ein vernünftiges Risiko einzugehen? Ein Risiko, dass Zingler ohne Zweifel nur dann eingehen wird, wenn Union in Reichweite der Aufstiegsränge bleibt.