Fußball

Union Berlin gewinnt Ost-Duell gegen Dynamo Dresden

Erster Saisonerfolg für 1. FC Union: Mit 3:1 setzten sie sich gegen Dynamo Dresden durch. Nicht nur das: Am Ende wurde Dynamo von den eigenen Fans ausgepfiffen - sie hatten viele Chancen vergeben.

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Ein kleines Manko fand Uwe Neuhaus, das er beklagen konnte. Seine Mannschaft hatte gut gespielt bei Dynamo Dresden, sie hatte gewonnen. „Aber das Gegentor, das ärgert mich maßlos“, sagte der Trainer des 1. FC Union nach dem 3:1 (3:0) in Sachsen. Doch er konnte gut umgehen mit dieser Scharte, schließlich gelang seinem Team im dritten Saisonspiel der zweiten Fußball-Bundesliga der erste Sieg. „Jetzt ist unser Start doch nicht mehr so schlecht“, sagte Verteidiger Marc Pfertzel.

Erst am Montag hatten die Berliner Grund zum Jubel gehabt, im Pokal zogen sie in die zweite Runde ein. Dieser Erfolg gab ihnen Selbstvertrauen, sie traten dominant auf in Dresden und bestimmten die Partie fast über die gesamte Zeit vor den 29.223 Zuschauern im Stadion.

Dynamo spielte stark am eigenen Strafraum

Die Dresdner orientierten sich an den ersten beiden Ligaspielen von Union, da hatten die Gegner die Berliner mit einer tief stehenden Abwehr geärgert. Also postierte sich auch Dynamo nah am eigenen Strafraum, um den Berlinern die Passwege ins Angriffszentrum zu verbauen. Diesmal ging diese Rechnung allerdings nicht auf, denn die Köpenicker hatten ein neues Mittel parat. Wenn der Ball vorn verloren wurde, setzten alle sofort nach. Dynamo wurde durch konsequentes Forechecking am Aufbau gehindert und enorm unter Druck gesetzt.

Das überraschte den Gegner offensichtlich, Union provozierte viele Fehler in der Dresdner Hintermannschaft. Zunächst resultierten daraus viele Ecken. Einen dieser Eckbälle, getreten von Torsten Mattuschka, köpfte Sören Brandy ins Netz (23.). Nach einer weiteren Balleroberung legte Baris Özbek kurz auf Mattuschka ab, und der Kapitän drosch den Ball in den rechten oberen Winkel zum 2:0 (25.). Auf eine kurze Auszeit von Union, in der fast der Anschluss gefallen wäre, folgte das 3:0 von Damir Kreilach aus ähnlicher Position wie zuvor Mattuschka (37.). „Wir haben eine hervorragende erste Halbzeit gespielt, in der wir läuferisch und spielerisch ans Limit gegangen sind“, sagte Neuhaus.

Am Ende schlief Union etwas ein

An Unterhaltungswert büßte die Partie danach deutlich ein. Cheikh Gueye foulte Özbek und musste vom Platz (47.), was die Berliner veranlasste, den Ball weitgehend ohne Vorwärtsdrang zu passen. Allerdings schläferte sich Union damit etwas ein und konnte nicht richtig reagieren, als Dynamo sich aufbäumte. So erzielte Adam Susac nach etwas Verwirrung im Berliner Strafraum das 1:3 (74.). „Wir mussten körperlich etwas Tribut zollen nach der ersten Halbzeit“, konstatierte der Trainer.