Im letzten Spiel holten sich die Hauptstädter am Sonntag beim 2:1 (0:0) vom Gastgeber VfL Bochum die drei Punkte. Baris Özbek (49.) mit einem herrlichen Kopfball nach mustergültiger Mattuschka-Ecke und Steven Skrzybski (55.) waren vor 24.244 Zuschauern die Torschützen für den Sieger. Christoph Kramer (79.) gelang die Resultatsverbesserung, wobei die Union-Abwehr keine besonders gute Figur gemacht hatte.
In der ersten Hälfte war die Partie so dahin geplätschert. Beide Teams hatten keine zwingende Torchance und es war zu merken, dass es für beide Mannschaften eigentlich um nicht mehr viel ging. Bochum hatte unter seinem neuen Trainer Peter Neururer den Abstieg abgewendet und Unions Platz im Niemandsland der Tabelle war ohnehin gesichert.
Nach dem Wechsel drehten die Gäste aber auf – und die kurze Druckphase reichte für den so langersehnten Auswärtserfolg. Nach dem 2:0 hatten die Gäste weitere Chancen, blieben aber im Abschluss ohne Erfolg. Als sie die Zügel etwas schleifen ließen, kam Bochum durch den Kramer-Treffer noch einmal heran. Aber die Union-Elf, die den am Knie verletzten Björn Jopek in der 71. Minute nach einem Foul verlor, brachte den Erfolg über die Zeit. Zwei Minuten vor Schluss vergab Christopher Quiring für die Berliner alleine vor dem Tor noch eine Riesenchance.
Nach dem Spiel lächelten Union-Trainer Uwe Neuhaus und sein ehemaliger Lehrmeister, Bochum-Retter Neururer, um die Wette. Der Berliner Mannschaftskapitän Torsten Mattuschka feierte „die Ostmeisterschaft – und das ist auch nicht wenig“. Torschütze Özbek freute sich über den Sieg: „Es war wichtig, auswärts ein Zeichen zu setzen. Es war heute Kopfsache.“
dpa/tj





