Vierte Amtszeit

Dirk Zingler bleibt bis 2017 der Chef beim 1. FC Union

Mit der Bestätigung des 48-Jährigen als Präsident des Zweitligisten setzt Union auf Kontinuität. Damit ist der Klub in den vergangenen Jahren gut gefahren. Der Bundesliga-Aufstieg ist für Zingler aber kein Muss.

Foto: Jörg Carstensen / pa/dpa

Es war nur eine Formalie. Aber eine, wie sie wichtiger für den 1. FC Union kaum sein kann. Dirk Zingler, 48-jähriger Geschäftsführer einer Mobilbetonfirma, wurde vom Aufsichtsrat des Berliner Fußball-Zweitligisten für weitere vier Jahre zum Präsidenten des Klubs bestellt.

Damit setzen die Köpenicker auf jene Kontinuität, mit der sie in den vergangenen neun Jahren den Weg aus den Niederrungen des Fußballs und der Fast-Insolvenz zurück ins Profigeschäft geschafft haben.

„Der 1. FC Union Berlin ist so stabil wie selten zuvor in seiner Geschichte, und das ist auch ganz entscheidend das Verdienst von Dirk Zingler und seinen Kollegen im Präsidium, welche die operativen Geschicke des Vereins lenken“, erklärte Unions Aufsichtsratschef Thomas Koch: „Dirk Zingler hat sich seiner Aufgabe als Präsident vom ersten Tag an mit ganzer Kraft und enormem persönlichen Einsatz gewidmet. Seine Herangehensweise, die Dinge voranzutreiben, hat sich auf den gesamten Verein übertragen.“ Neben Zingler wurden auch Dirk Thieme und Jörg Hinze als Präsidiumsmitglieder bestätigt.

Unter Zingler gelang die Rückkehr in den Profifußball

Keine Frage, Unions Aufschwung ist untrennbar mit dem Namen Zingler verbunden. Durch Vereinbarungen mit Michael Kölmel, bei dem der Verein bei Zinglers Amtsantritt noch 15 Millionen Euro Verbindlichkeiten hatte, ist Union schuldenfrei. Unter Zingler gelang die Rückkehr in den Profifußball und die Etablierung in der Zweiten Liga.

„Wir, und damit meine ich die gesamte Union-Familie, haben viel erreicht in den vergangenen Jahren“, freute sich Zingler über das erneute Vertrauen des Aufsichtsrats: „Unser Weg hat kein finales Ziel. Wenn es uns aber auch in Zukunft gelingt, die Menschen mitzunehmen und teilhaben zu lassen an ihrem Verein, dann können wir gemeinsam noch viel erreichen.“

Die Steigerung des Zuschauerzahl auf 17.109 pro Spiel, 300 Sponsoren (zuletzt verlängerte die Eberswalder Wurst GmbH ihr Engagement bis 2016) und ein mit zwei Sternen zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum sind weitere Eckpunkte der Ära Zingler.

Stadioneinweihung am 12. Juli gegen Celtic Glasgow

Das größte Projekt des Klubchefs wird am 12. Juli fertiggestellt: die Einweihung der kompletten Haupttribüne und damit die definitive Fertigstellung der neuen Alten Försterei, die unter Zingler durch die Ausgabe der Stadionaktien im Vorjahr komplett in den Händen der Mitglieder liegt. Garniert wird die Eröffnung mit einem Freundschaftsspiel gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow.

Fehlt nur noch eines: Der Sprung in die Bundesliga. Doch auch hierzu hat Zingler klare Vorstellungen. „Wir werden zur neuen Saison natürlich in unseren Spielerkader investieren. Unser Handeln ist dabei aber nicht auf den kurzfristigen Effekt ausgerichtet, sondern auf Nachhaltigkeit und Beständigkeit“, ließ der Präsident wissen. Mit dieser Einstellung ist Union in den vergangenen Jahren bestens gefahren.