„Wir wollen unbedingt gewinnen, um am Ende vielleicht doch noch Platz drei zu erreichen.“ Das Statement, das Uwe Neuhaus vor der Zweitliga-Partie seines 1. FC Union an diesem Sonntag gegen den MSV Duisburg (13.30 Uhr, Alte Försterei, HIER im Liveticker der Berliner Morgenpost) gab, wollte so gar nicht zur Realität passen.
Denn zwischen dem Tabellenneunten aus Köpenick und dem 1. FC Kaiserslautern auf Rang drei liegen doch schon beachtliche zwölf Punkte – bei zwei noch ausstehenden Partien ein unmögliches Unterfangen. Erst der Zusatz des Trainers brachte Licht ins Dunkel: „In der Heimtabelle.“
Es sind die kleinen Ziele, die man sich an der Alten Försterei für die Endphase der Saison vorgenommen hat: drittbestes Heimteam hinter dem Aufstiegsduo Hertha BSC (40 Punkte) und Eintracht Braunschweig (35) werden und die Serie von zehn Heimspielen ohne Niederlage ausbauen. Seit dem 0:1 gegen Paderborn ende Oktober 2012 hat Union in der Försterei in zehn Partien immer gepunktet. Das soll auch an diesem Sonntag der Fall sein.
Trainer Neuhaus erwartet dabei ein Spiel der umgekehrten Vorzeichen. „Bis vor einiger Zeit haben wir am Limit gespielt und können aktuell unser Potenzial nicht ausschöpfen. Duisburg konnte die Qualität anfänglich nicht abrufen, hat sich dafür in den vergangenen Wochen aus dem Tabellenkeller gekämpft“, so der Coach.
Für die Berliner gilt es, sich vom treuen heimischen Anhang nicht nur mit einem Sieg, sondern auch mit einer guten Leistung zu verabschieden. „Damit wir nach dem Spiel die Saison ordentlich feiern und begießen können“, erklärte Neuhaus. Und zwar bei der anschließenden Autogrammstunde, bei der jeder Unterschriftenwunsch von Spielern und Trainern erfüllt wird.
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