Noch drei Spiele, dann ist die Saison für den Fußball-Zweitligisten 1. FC Union beendet. Was nicht heißt, dass der Tabellensiebte nicht doch noch ein kleines Ziel hat. „Wir wollen endlich die 50-Punkte-Marke knacken“, sagte Torsten Mattuschka mit einigem Nachdruck.

Ein hehres und zugleich auch anspruchsvolles Vorhaben, müssen dafür doch noch sieben Zähler her. Soll heißen: Unions darf am Sonntag bei 1860 München (13.30 Uhr, Sky), gegen Duisburg (12. Mai) und in Bochum (19. Mai) nicht verlieren.

Und es ist wie so oft in dieser Spielzeit der Kapitän höchstselbst, der die Hoffnung auf einen versöhnlichen Abschluss des vierten Zweitliga-Jahres schürt. An acht der letzten zehn Tore, die die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus erzielte, war Mattuschka beteiligt – mit vier Toren und vier Vorlagen.

„Keiner will Zehnter oder Zwölfter werden“

„Ich habe aber meine Leistung nicht so gezeigt, wie ich es eigentlich kann“, schränkt der Mittelfeldspieler ein. Das hat das gesamte Team nicht, weshalb sich Mattuschka in München berufen fühlt, wieder mit gutem Beispiel voranzugehen: „Keiner von uns will Zehnter oder Zwölfter werden, das ist Grund genug, alles zu geben.“

Dabei dürfte die Elf, die zuletzt das magere 1:0 gegen Absteiger Jahn Regensburg vollbrachte, eine weitere Chance bekommen. Eventuell mit einer Einschränkung: Statt des überspielt wirkenden Björn Jopek könnte Christopher Quiring in die Startelf rücken. „Das ist eine Überlegung, die ich mir durch den Kopf gehen lassen werde“, sagte Neuhaus.

Trainer Neuhaus hofft setzt auf Münchner Unruhe

Zugleich hofft der Trainer, dass die Querelen in der Vorstandsetage der Münchner auch auf das Team Auswirkungen hatten. „Spurlos wird das nicht an ihnen vorübergegangen sein“, sagte Neuhaus.

Sein Kapitän hofft derweil auf eine entspante Heimreise. „Wir wollen endlich mal fröhlich nach Hause fahren und nicht wieder rätseln müssen, woran es gelegen hat, dass wir verloren haben.“ Die 50-Punkte-Marke soll als Antrieb dienen.