Zweite Liga

1. FC Union geht gegen Frankfurt mit 0:3 unter

Union Berlin patzte auswärts erneut. Beim 0:3 beim FSV Frankfurt, wo die Berliner noch nie gewinnen konnten, waren sie chancenlos. Auf Rang acht sind die Chancen auf einen Relegationsplatz minimal.

Foto: Boris Roessler / dpa

Union Berlin kann sich langsam letzte Hoffnungen auf den dritten Relegationsplatz in der zweiten Fußball-Bundesliga abschminken. Am Ostersonntag hielt die Negativserie der Hauptstädter, die noch nie beim FSV Frankfurt gewinnen konnten. Beim 3:0 (2:0) erzielte der Gastgeber einen Vereinsrekord und zog nach dem vierten Heimsieg in Serie mit 40 Punkten an den „Eisernen“ vorbei. So viele Zähler holte der FSV im Unterhaus noch nie.

Union, jetzt auf Tabellenrang acht zurückgefallen, war schon nach 19 Minuten K.o. „Das ist eine Katastrophe, mir fehlen die Worte. So etwas darf nicht passieren“, kommentierte Union-Abwehrspieler Patrick Kohlmann die peinliche Vorstellung der Hauptstädter. „Mit drei Toren waren wir noch gut bedient“, fand Fabian Schönheim. „Der FSV hat seriös und leidenschaftlich verteidigt. Das haben wir nicht geschafft“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus, der die vergebenen Chancen zum 2:1 zu Beginn der zweiten Hälfte als „Knackpunkt der Partie“ einordnete.

Frankfurts Abwehr als unbezwingbares Bollwerk

Vor 4842 Zuschauern nutzte der FSV seine Torchancen durch Zafer Yelen (10., 49. Minute) und Michael Görlitz (19.) konsequent. Die Abwehr erwies sich mit dem starken Torhüter Patric Klandt als unbezwingbares Bollwerk, zumal sich die Union-Spieler an Harmlosigkeit überboten. Union-Chancen durch einen Superfreistoß von Torsten Mattuschka (39.) oder Simon Terodde (55. und 60.) waren an einer Hand abzuzählen. Mannschafts-Kapitän Mattuschka wurde in der zweiten Hälfte durch Steven Skrzybski ersetzt.

Union konnte zwar viel Ballbesitz für sich verbuchen, blieb aber im Vorwärtsgang ideenlos. Die Frankfurter blieben über die gesamte Spielzeit ihrer Linie treu und brachten durch das schnelle Umschaltspiel die Berliner Defensive immer wieder in Verlegenheit. John Verhoek traf für den FSV die Latte (66.), den Nachschuss setzte der überragende Marcel Gaus übers Tor und verpasste damit das mögliche 4:0.