Die Länderspielpause kam dem Trainer des 1. FC Union recht gelegen. Auch wenn seine Mannschaft nach vier Spielen ohne Niederlage ihren sportlichen Aufwärtstrend in der Zweiten Liga zunächst unterbrechen musste. Durch die 16 Tage, die zwischen dem bislang letzten Auftritt auf St. Pauli (2:2) und dem nächsten am Sonntag gegen den FSV Frankfurt (13.30 Uhr, Alte Försterei) liegen, war die Hoffnung groß, „dass wir den einen oder anderen Spieler wieder dazubekommen“, ließ Uwe Neuhaus wissen. Gemeint waren vor allem die Langzeitverletzten Michael Parensen und Björn Kopplin. Doch es wird noch bis mindestens Ende des Monats dauern, bis man beim Tabellen-Zwölften auf die beiden Profis zurückgreifen kann.

Erneute Pause für Parensen

Die Fortschritte des Duos gehören derzeit eher in die Kategorie „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Beispiel Parensen. Der Mittelfeldspieler zog sich im Derby gegen Hertha BSC Anfang September einen Haarriss im Wadenbein zu. Letztens sah man ihn erstmals seit diesem Malheur wieder auf dem Trainingsplatz bei individuellen Übungen ohne Ball, ja sogar im Mannschaftstraining. Am Dienstag wiederum suchte man den 26-Jährigen vergeblich auf dem Platz. Weil wieder Schmerzen aufgetreten waren, musste Parensen, der bekanntlich zu den ehrgeizigsten Spielern im Kader der Köpenicker zählt, eine Pause einlegen. „Es war eben ein Bruch, und der braucht seine Zeit, bis er verheilt ist“, sagte Parensen. Fakt ist: Der Linksfuß wird vom Coach so viel Zeit bekommen, wie er benötigt, um die vollen 100 Prozent Leistung wieder abrufen zu können, ohne von irgendwelchen Wehwehchen beeinträchtigt zu sein.

Gleiches gilt für Kopplin. Auch der Rechtsverteidiger, immer noch gehandicapt durch eine Schambeinentzündung, stand seit Wochen endlich wieder auf dem Trainingsplatz, durfte sogar mit dem Ball üben. Doch auch er musste gestern wieder auf die Bremse treten. Übungen mit Physiotherapeut Hendrik Schreiber und Fitness-Trainer Daniel Wolf standen auf dem Programm.

Parensen hat sich übrigens das Heimspiel gegen den SC Paderborn als Comebacktermin ausgesucht. Rückschläge wie derzeit darf es dann aber nicht mehr geben, wenn er sich an jenem 28. Oktober als Alternative aufdrängen will.

fär