Zweite Bundesliga

Union tritt geschwächt gegen Köln an

Die Partie Union gegen Köln wird zum Aufeinandertreffen der Frustrierten - allein die Berliner beklagen schon fünf verletzte Spieler.

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Die unmittelbare Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf begann am Montagabend. Da schauten die Spieler des 1.FC Union alle gemeinsam mit dem Trainerteam des Fußball-Klubs das Zweitliga-Spiel zwischen dem 1.FC Köln und dem FC St. Pauli (0:0).

Üblich sind solche großen Runden nicht, aber Köln ist am Freitag der nächste Gegner der Berliner im Stadion an der Alten Försterei. Es gab also Anschauungsunterricht. Gerade in der Frage, wie die Rheinländer mit ihren Problemen umgehen.

Der Bundesliga-Absteiger steht mit fünf sieglosen Spielen ähnlich schlecht da wie Union: zwei Punkte, nur ein Tor, Platz 16. Die Berliner rangieren mit einem Punkt dahinter auf Rang 17.

Während Union-Trainer Uwe Neuhaus aber zuletzt eingestehen musste, dass bei seiner Mannschaft das Spiel nach vorn krankt, kann sich Gegenüber Holger Stanislawski darüber nicht beschweren. Bei den Kölnern läuft es im Vorwärtsgang so passabel, dass 20 Torschüsse gegen St. Pauli herauskamen.

Neuhaus will keine Hektik

Doch die große Schwäche liegt im Abschluss. „Im Moment ist es wie vernagelt“, so Stanislawski.

Da die Berliner nicht nur offensiv Sorgen plagen, sondern sie auch hinten sehr problembehaftet sind mit ihren zehn Gegentoren, dem zweitschlechtesten Wert der Liga, könnte das Kölner Schusspech ruhig noch länger anhalten. Doch die Schwierigkeiten von Union steigern sich.

In Marc Pfertzel (Oberschenkelzerrung) fiel am Montag der fünfte Spieler aus. Offenbar aber überwindet er seine Verletzung schnell, gestern war er wieder beim Training dabei und machte Hoffung auf einen Einsatz am Freitag. Es scheint, als würde Christoph Menz den Stammspieler nicht ersetzen müssen.

Neuhaus will die Trainingstage bis zum Spiel dennoch ohne Hektik absolvieren. Wie die Kölner. „Ich gebe der Mannschaft Ruhe, Geduld und Zeit, sich zu entwickeln“, sagt Stanislawski. Entsprechend geordnet verlief der Dienstag auch bei Union. Das Beste daran: Es verletzte sich niemand.