1. FC Union

Transfer von Chinedu Ede offenbar geplatzt

Chinedu Ede wird nicht nach Mainz wechseln und bei Union bleiben. Unterstützung erhalten die Köpenicker auch von Zugang Roberto Puncec.

Foto: dpa-Zentralbild

Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin kann vorerst weiter auf die Dienste von Chinedu Ede bauen. Der Wechsel des 25-jährigen Mittelfeldspielers zum Erstligisten FSV Mainz 05 ist wohl geplatzt. „Das Thema Chinedu Ede ist erledigt. Er wird nicht zu uns wechseln“, bestätigte der Mainzer Manager Christian Heidel der „Rhein-Zeitung“.

„Die Transferrechte liegen nicht zu 100 Prozent bei den Berlinern. Das wurde uns bisher anders dargestellt. Deshalb sind wir aus den Gesprächen ausgestiegen.“

Im Januar 2010 war Ede vom MSV Duisburg zu Union gewechselt. Der Ligakonkurrent soll aber noch bis 2015 Transferrechte an Ede besitzen. Damit hätten an der Transfersumme, die auf mehr als eine Million Euro veranschlagt gewesen sei soll, auch die Duisburger partizipiert.

Edes Berater Wassily Krastanas bestätigte das Scheitern des Verhandlungen: „Christian Heidel hat mir mitgeteilt, dass der Transfer in dieser Art und Weise nicht zustande kommt.“

Trainer Uwe Neuhaus ist sich dessen noch nicht ganz sicher. „Es müssen noch einige Dinge geklärt werden. Ich habe auch nur gelesen, dass es angeblich vorbei sein soll. Warten wir einfach mal ab“, sagte Neuhaus am Montag.

An der Vormittagseinheit hatte Ede nicht teilgenommen. „Ich habe mit ihm wegen seiner muskulären Probleme telefoniert. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er bei sich zu Hause einen lockeren Lauf macht“, sagte Neuhaus. Bei Union steht Ede noch bis 2015 unter Vertrag. Es bleibt abzuwarten, wie der Ex-Herthaner die entgangene Erstligachance verkraftet.

Derweil trainierte am Montag mit dem Kroaten Roberto Puncec am Montag Unions vierter Neuzugang erstmals mit. Der 20-jährige Verteidiger und U21-Nationalspieler Kroatiens wurde für ein Jahr vom israelischen Erstligisten Maccabi Tel Aviv ausgeliehen.

„Roberto Puncec ist ein sehr junger Spieler, der für sein Alter über beachtliche Erfahrung verfügt. So ein Talent nun in unseren Reihen zu haben und weiterentwickeln zu können, freut mich sehr und es ist für uns eine große Chance“, sagte Neuhaus. „Roberto kann sich in einer ambitionierten Mannschaft unter Beweis stellen und mit uns die nächsten Entwicklungsschritte gehen.“

Sollte Puncec in Berlin überzeugen, haben sich die Köpenicker mit Maccabi auf eine Kaufoption im Anschluss an den Leihvertrag geeinigt. Zieht der Union die Option, winkt Puncec ab Sommer 2013 ein bereits ausgehandelter Zweijahresvertrag für die 1. und 2. Bundesliga.