2. Bundesliga

2500 Union-Fans sehen lockeren Trainingsauftakt

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Michael Färber

Trainer Uwe Neuhaus versammelte 20 Akteure zu einem lockeren Aufgalopp. Erste Erkenntnis: Torwart Glinker ist nur noch zweite Wahl.

Lag es am Halbfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien bei der EM? Lag es an den hochsommerlichen Temperaturen? Oder einfach nur an der Veranstaltung selbst? Es wird wohl eine Mischung aus allem gewesen sein, die gut 2500 Fans am Sonnabendnachmittag ins Stadion an der Alten Försterei getrieben hat, um dem offiziellen Trainingsauftakt des 1. FC Union beizuwohnen. Bei Bier, Bratwurst und Vorfreude auf die kommende Spielzeit in der Zweiten Liga.

20 Spieler beim Trainingsauftakt

Mit Blick auf die bereits gegossenen Fundamente, die noch in diesem Jahr den Rohbau der neuen Haupttribüne tragen sollen, präsentierte Trainer Uwe Neuhaus die Mannschaft, die das Fundament für eine ähnlich gute Saison wie die vergangene sein soll. So tummelten sich 20 Spieler auf dem frischen Rasen der „Baustelle“ Alte Försterei – zunächst mit lockeren Übungen, danach in einem nicht weniger lockeren Trainingsspiel, das torlos endete und in einem Elfmeterschießen entschieden wurde.

Mit von der Partie waren die drei bisher feststehenden Zugänge Daniel Haas, Björn Kopplin und Fabian Schönheim. Das „Fußballgott“ von den Rängen, mit dem jeder Spieler aus dem alten Kader lautstark begrüßt wurde, gab es aber nur für Kopplin, der in der Jugend bereits für die Köpenicker gespielt hat und dessen Mutter sich für die U23 des Klubs engagiert.

Und noch einen kleinen, aber feinen Unterschied gab es: Während Torwart Daniel Haas nur mit freundlichem Applaus bedacht wurde, gab es für Jan Glinker frenetischen Beifall. Dem langjährigen Stammtorwart gehörten die Sympathien, nachdem er von Coach Neuhaus noch vor der ersten Trainingseinheit zur Nummer zwei degradiert worden war. Auch die Trikotnummer 1 ging an den ehemaligen Hoffenheimer, Glinker trägt nun die Nummer 20 auf dem Rücken. Eine Entscheidung, die offensichtlich nicht bei allen Union-Fans Gefallen gefunden hat.

Ohne Madouni und Höttecke

Nicht dabei waren Verteidiger Ahmed Madouni und der bisherige Ersatzkeeper Marcel Höttecke. Beide hatten ohnehin schon die Freigabe erhalten, sich einen neuen Verein zu suchen. Um diese Suche zu intensivieren, wurden sie nun auch vom Training freigestellt. Union hofft, das Duo zeitnah noch von der Gehaltsliste streichen zu können, um ein wenig mehr Spielraum für die Verpflichtung weiterer Verstärkungen zu haben. „Bis Mitte der Vorbereitung wollen wir alle Zu- und Abgänge erledigt haben“, sagte Nico Schäfer, der kaufmännisch-organisatorische Leiter der Lizenzspielerabteilung. Vor allem einen Offensivmann könnten die Köpenicker noch gut gebrauchen.

Neben den drei Neuen gab es auch neue Trikots zu bestaunen. Das Heimtrikot ist nun vertikal in den Farben Rot und Weiß geteilt, auswärts treten die Eisernen in Blau-Schwarz an. Passend dazu gab Union auch die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen kfzteile24 bekannt. Mit dem alten und neuen Trikotsponsor wurde ein Vertrag bis zum 30. Juni 2014 vereinbart. Die Konditionen blieben die gleichen, soll heißen, Union kann sich über eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich freuen. Auf der Brust wirbt das Unternehmen allerdings nun mit der hauseigenen Marke „f.becker_line“.

Nach dem Lauftrainingslager auf Rügen und einer Woche Pause geht es dann ab Sonntag auf frisch verlegtem Rasen auf den Trainingsplätzen hinter dem Stadion in die Vollen. Das nächste Testspiel steigt bereits am Mittwoch um 19 Uhr in Strausberg.