Das letzte Saisonspiel gegen den FC Energie Cottbus vor der Brust, die Planungen für die kommende Saison bereits im Kopf: Der 1. FC Union hat am Freitag den Vertrag des Mittelfeldspieler Tijani Belaid bis zum Jahr 2013 verlängert. Der 24 Jahre alte Tunesier war am 31. Januar 2012 von Apoel Nikosia verpflichtet worden. Sein zunächst bis 30. Juni 2012 befristeter Vertrag erhielt eine leistungsbezogene Option, die Union nun zog.
„Es war kein leichter Start für ihn, aber er hat die Herausforderung angenommen und sich durchgebissen“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. „Ich bin überzeugt davon, dass seine Qualitäten mit der Klarheit über seine Zukunft in der kommenden Saison noch stärker zur Geltung kommen.“ In der Rückrunde bestritt der zweifache tunesische Nationalspieler zwölf Einsätze, davon zwei über die volle Spielzeit.
Ob er im Berlin-Brandenburg-Derby am Sonntag (13.30 Uhr, HIER im Live-Ticker von Morgenpost Online) in Cottbus von Anfang an spielen wird, ist noch offen. Fest steht für die Unioner jedoch: Die auf Rang sieben stehenden Berliner wollen keine Geschenke zur Rettung des Kontrahenten machen, der sich in akuter Abstiegsgefahr befindet. „Wir wollen der Liga einen fairen Wettkampf versprechen. Die 50-Punkte-Marke ist unser Ziel. Mit einem Sieg können wir sie erreichen“, erklärte Chefcoach Uwe Neuhaus.
Dass Union die Lausitzer ins Unglück, sprich in die Relegation, stürzen kann, sorgte für wenige Gewissensbisse beim Union-Trainer. „Wie in der letzten Woche bei Hansa Rostock können wir nichts dafür, dass die Konstellation so ist. Cottbus ist die schwächste Mannschaft der Rückrunde und hat nur zehn Punkte in 16 Spielen erreicht. Deswegen sind sie in einer Situation, die alles andere als lustig ist“, betonte Neuhaus. „Ihnen reicht aufgrund des Torverhältnisses wahrscheinlich ein Punkt. Aber diese Konstellation ist auch gefährlich.“
Union-Kapitän Torsten Mattuschka, gebürtiger Cottbuser, fährt mit einigen Bauchschmerzen zum Spiel in seine Heimatstadt. Im Stadion der Freundschaft will er keinen Strafstoß schießen. „Das kann sicher jeder verstehen“, sagte Mattuschka der „Bild“-Zeitung.
dpa/sei





