Das wohl schönste Osterpräsent sparten sich die Verantwortlichen von Union Berlin bis zum Schluss auf. Nachdem das Team von Trainer Uwe Neuhaus den eigenen Anhang beim 1:0 gegen Erzgebirge Aue am Gründonnerstag bereits mit einem Heimsieg beschenkt hatte, gab der Verein am Montag – quasi als festliche Zugabe – die Verpflichtung von Leih-Stürmer Simon Terodde bekannt. Es war der krönende Abschluss eines gelungenen Wochenendes.

„Simon hat sportlich und menschlich absolut überzeugt. Es war unser erklärtes Ziel, mit ihm weiterzuarbeiten“, sagte Neuhaus. Terodde, mit sechs Treffern Unions erfolgreichster Schütze der Rückrunde, bleibt dem Klub mindestens bis Sommer 2015 erhalten. Der 24-Jährige, der bislang vom abstiegsbedrohten Bundesligisten 1. FC Köln ausgeliehen war, scheint nach durchwachsenem Karriereverlauf endlich angekommen zu sein: „Ich bin froh über den langfristigen Vertrag. Bei Union hat es von Anfang an gepasst.“

Die Stimmung bei den Köpenickern könnte vor dem Gastspiel beim FC St. Pauli am Dienstag (17.30 Uhr) kaum besser sein. Trotz weiterhin großer Verletzungssorgen fährt der Tabellensiebte entspannt zum Hexenkessel am Millerntor. Auch, weil die Hamburger nach zuletzt vier sieglosen Spielen im Kampf um Relegationsplatz drei unter Zugzwang stehen.

„Wer schon einmal dort war, weiß, was auf einen zukommt. Es herrscht eine fantastische Atmosphäre. Wir wollen den Fight aber annehmen, ich bin optimistisch“, sagte Neuhaus, der sein Team auf einigen Positionen umbauen wird.

In der Defensive wird wohl Maurice Trapp von Beginn an seine Chance bekommen. Der 20-Jährige soll wie gegen Aue den an der Leiste verletzten Patrick Kohlmann ersetzen. Sein Comeback gibt auch Mittelfeldspieler Patrick Zoundi nach abgesessener Gelbsperre.

„Wir wollen die Mannschaften da oben ein bisschen ärgern. Am besten mit einem Tor von mir“, sagte Terodde, der mit Union in Zukunft selbst ganz oben mitmischen will. „Unser Ziel ist es, Platz sieben zu festigen. Aber natürlich will man sich jedes Jahr verbessern.“ Mit seinen Ambitionen meint es Terodde durchaus ernst. Sein Vertrag gilt auch für die Bundesliga.