Zweite Liga

1:0 - Union gewinnt das Ostderby gegen Aue

Union hat endlich wieder zu Hause gesiegt. Mit dem 1:0 gegen Erzgebirge Aue knackten die Berliner die symbolische 40-Punkte-Marke.

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Union Berlin hat in der Zweiten Liga die 40-Punkte-Grenze geknackt. Am Gründonnerstagabend siegten die Berliner 1:0 (1:0) im Ostderby gegen Erzgebirge Aue dank des frühen Treffers von Chinedu Ede (9.). Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg überwand das Team von Uwe Neuhaus damit fünf Spiele vor Saisonende die symbolische Punktemarke für den Klassenerhalt. Aue bleibt durch die erste Niederlage nach vier Spielen bei 31 Punkten.

„Wir haben ein Derby gewonnen, wir sind zufrieden. Nach sechs Gegentoren in den letzten beiden Spielen ist die Null hinten auch wichtig“, sagte Union-Coach Uwe Neuhaus.

Die Union-Fans unter den 16.728 Zuschauern mussten angesichts einer starken Gästemannschaft zwar mächtig zittern, am Ende durften sie aber den ersten Heimsieg seit dem 11. Februar bejubeln. Gegner damals: Dynamo Dresden.

So klar wie beim 4:0 war der knappe Sieg gegen Aue aber nicht nur auf dem Papier. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, betonte der Ex-Unioner Halil Savran. Mit weiter 31 Zählern konnten sich die Auer als Tabellenzwölfter aber nicht entscheidend von den Abstiegsrängen absetzen. „Wir haben noch ein paar Punkte Vorsprung, aber wir müssen natürlich aufpassen“, sagte Erzgebirge-Coach Karsten Baumann.

Seine Mannschaft trat nach zuletzt vier Partien ohne Niederlage selbstbewusst auf, riss das Spiel schnell an sich. Das Tor machte aber Union. Nach schneller Kombination aus dem Mittelfeld umkurvte Ede Aues Keeper Martin Männel und schob den Ball ins Tor. Sicherheit geschweige den Souveränität verlieh die Führung den Hausherren aber keineswegs.

Vor allem als die Gäste aus Sachsen vor der Pause noch einmal den Druck erhöhten, geriet der knappe Vorsprung in Gefahr. Negativ bemerkbar machte sich bei Union das Fehlen von Christian Stuff. Der Abwehrchef der „Eisernen“ muss vorerst pausieren, nachdem bei ihm eine beginnende Lungenentzündung diagnostiziert worden war. Bedanken konnten sich die Berliner umso mehr bei Keeper Jan Glinker.

Richtig eng wurde es dann für die Gastgeber, als der eingewechselte Christopher Quiring nach wenigen Minuten wieder raus musste. Neuhaus hatte zu diesem Zeitpunkt das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft. „In Unterzahl ist dann jeder Schritt schwerer geworden“, gab Unions Christopher Karl zu. Rund zehn Minuten spielte Union zu zehnt. Und hätte fast noch durch Savran den Ausgleich kassiert.