Zweite Liga

Union-Coach kritisiert sein Team und gibt ihm frei

Das 3:1 bei der Alemannia hat beim 1. FC Union für Entspannung gesorgt. Dennoch war Trainer Neuhaus mit dem Spiel nicht ganz zufrieden. Die Mannschaft hat am Wochenende trotzdem frei.

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Die Rückfahrt dauerte lange, Aachen liegt ja nun auch alles andere als einen Katzensprung von Berlin entfernt. Doch die Reisegruppe des 1. FC Union, die am Sonnabendmorgen gegen 5.20 Uhr ihr Ziel Alte Försterei erreichte, war gut gelaunt. Das 3:1 (2:1) bei der Alemannia hatte für Entspannung gesorgt.

Dass der Berliner Fußball-Zweitligist nach vier Monaten endlich wieder einmal in der Fremde gewinnen konnte, hatte einen einfachen Grund: Anders als in den Partien zuvor versuchten die Köpenicker nicht, die traditionelle 4-4-2-Taktik vor allem mit Offensive zu füllen. Sicherheit vor dem eigenen Strafraum ging vor das Unter-Druck-setzen des Gegners bereits in Höhe der Mittellinie. Unions Rückkehr zur alten Ausrichtung war der Garant für den Erfolg nach vier sieglosen Spielen.

Nur einer hatte trotzdem etwas auszusetzen. „Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden“, monierte Uwe Neuhaus an seinem Team herum. Der Trainer hatte „viel zu viele Fehler in unserem Spiel“ gesehen. Auch dass es den Seinen trotz mehr Augenmerk auf das Defensivverhalten nicht gelang, ihr besseres spielerisches Potenzial abzurufen, stieß dem Coach sauer auf: „Die eine oder andere Kombination war dabei, aber so richtig zufriedenstellend war das nicht.“

Und dass die abstiegsbedrohten Aachener „richtig gefightet“ und Union über weite Strecken „keine Luft zum Atmen gelassen“ haben, wie der Trainer erklärte, darf ebenfalls als Minuspunkt angerechnet werden. Selbst als Patrick Zoundi Sekunden nach Wiederbeginn das 3:1 erzielte, blieb die Nervosität auf der Bank der Berliner. „Bis zum Schluss hatte ich immer ein ungutes Gefühlt“, meinte Neuhaus. Es dürfte ihm am Freitagabend nicht allein so gegangen sein.

Ganz so schlimm wird der Ärger allerdings nicht gewesen sein. Denn Neuhaus gab der Mannschaft das Wochenende frei. Erst am Montagnachmittag müssen sich Mattuschka und Co. wieder zum Training einfinden, um sich auf die Montagspartie gegen Eintracht Frankfurt am 26. März vorzubereiten.