Union gegen Duisburg

Uwe Neuhaus vertraut seiner Ingolstadt-Elf

Gegen den MSV Duisburg will Union-Coach Neuhaus keine Änderungen an der Startformation vornehmen. Für große Umstellungen bei den Berlinern hat er derzeit auch gar nicht das Personal, denn die Rückkehr von Christopher Quiring nach einem Muskelfaserriss ist fraglich.

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Torsten Mattuschka hatte schon wieder gut lachen. Es kommt wohl nicht so häufig vor, dass er seinem Trainer dabei zuschauen darf, wie er anderen Leuten Kaffee einschenkt; so geschehen vor der Pressekonferenz am Mittwoch, als Unions Pressesprecher Christian Arbeit von Uwe Neuhaus eine Tasse eingeschenkt bekam. Er selbst lehnte dankend ab. Einen Wachmacher benötigte der Kapitän des 1. FC Union offenbar nicht.

Die Szene belegte: Die Stimmung im Lager des Fußball-Zweitligisten ist vor der Partie am Freitag gegen den MSV Duisburg (18 Uhr, Alte Försterei, Sky live und hier im Live-Ticker von Morgenpost Online ) prächtig. Wieder prächtig, muss es eigentlich heißen. Denn nach Mattuschkas Kritik nach dem glücklichen Unentschieden von Ingolstadt – oder war es angesichts des verspielten Vorsprungs doch eher ein unglückliches Remis? – hing der Haussegen bei den Köpenickern ein wenig schief. Mattuschka selbst war es, dessen Äußerungen („Dann darf man einfach mal nur ein Gegentor bekommen“) die Defensive in Bedrängnis brachten. Mattuschka nannte dies schlicht „Emotionen direkt nach dem Spiel, die aber auch dazu gehören“, und forderte: „Wir werden alle besser gegen den Ball arbeiten müssen.“ Der Erfolg, der den Köpenickern in den vergangenen drei Partien verwehrt geblieben ist, würde sich dann ganz von selbst wieder einstellen.

Deshalb setzt der Trainer auf die gleiche Formation, die schon in Ingolstadt zumindest über 70 Minuten tollen Zweitliga-Fußball geboten hatte. „Ich glaube, dass sich diese Mannschaft auch das Vertrauen erspielt und verdient hat“, begründete Uwe Neuhaus. Was er nur am Rande erwähnte: Für große Umstellungen hat er derzeit auch gar nicht das Personal. Nachdem Nachwuchsstürmer Steven Skrzybski (Syndesmosebandriss im linken Sprunggelenk) als Kandidat für die Startelf ausgefallen ist, werden es in vorderster Front erneut Simon Terodde und der Brasilianer Silvio richten müssen. „Vielleicht stelle ich auch Christian Stuff nach vorne“, witzelte Neuhaus. Der lange Innenverteidiger ist zumindest bei Standardsituationen wegen seiner Kopfballstärke ständiger Gast in des Gegners Strafraum.

Und da auch Christopher Quiring nach seinem Muskelfaserriss zwar schon im Lauftraining ist, aber noch nicht wieder das volle Programm mit der Mannschaft absolviert, ist ein Einsatz des Youngsters von Beginn an eher unwahrscheinlich. Insofern wird Chinedu Ede wohl wieder über die rechte Seite für ordentlich Druck sorgen. Zumal sich der Mittelfeldspieler ohnehin beim Coach einige Pluspunkte erarbeitet hat. „Über Chinedu Ede müssen wir im Moment nicht reden, er hat unangefochten seinen Stammplatz verdient und auch sicher. Wenn er so weiter spielt, kann ich ihn überall hinstellen“, sagte Neuhaus. Man könne auch im Spielsystem variieren. Der Trainer sieht in der taktischen Veränderung allerdings nur ein Mittel für den Notfall.