Zweite Liga

In Fürth kann Union seine Heimsiege vergolden

Mit einem Sieg gegen die Franken könnte sich Union einen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern und damit ihre Heimsieg-Serie auch auswärts fortsetzen. Die Torwartfrage bleibt trotzdem weiterhin offen.

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Im Januar versuchen die Menschen, ihre Vorsätze für das neue Jahr umzusetzen. Aufhören zu rauchen zum Beispiel oder mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Auf die Situation des 1. FC Union übertragen, könnte die wichtigste Aufgabe im neuen Jahr heißen, endlich einmal den Schwung eines gewonnenen Heimspiels in die Ferne mitzunehmen. Nur fünf Punkte holten die Köpenicker in der Hinrunde der Zweiten Liga auf fremden Plätzen, dementsprechend gelang bisher auch noch kein Sieg nach einer gewonnenen Heimpartie. Und so steht zu befürchten, dass auch der Ausflug zur SpVgg Greuther Fürth am Sonntag (13.30 Uhr, Sky live) zu einer Enttäuschung führt. „Das Thema hatten wir ja nun schon öfter“, sagte Teammanager Christian Beeck gestern, „es ist ein klares Ziel, auch auswärts Leistungen zu zeigen wie in den Heimspielen.“

Die erste Möglichkeit, diesen Vorsatz umzusetzen, bietet sich jetzt also bei den Franken. Selten war die Chance so groß, sich mit einem Dreier für längere Zeit ins Mittelfeld der Tabelle zu verabschieden. Die beiden letzten Partien gegen den Karlsruher SC und Aachen gewann Union, das Spiel in Fürth könnte diese starken Auftritte vergolden. Allerdings wird Trainer Uwe Neuhaus seine Erfolgself einmal mehr umbauen müssen. Stürmer John Jairo Mosquera fällt wegen einer Angina aus, der Einsatz von Paul Thomik (Infekt) und Chinedu Ede (Rückenprobleme) ist fraglich, und auch bei Karim Benyamina wollte sich der Trainer nicht festlegen. „Ich hätte gerne mit der gleichen Mannschaft gespielt wie gegen Aachen“, gibt Neuhaus zu. So allerdings gibt es Rätselraten um die Aufstellung, und glaubt man dem Trainer, hat er sich selbst noch nicht entschieden, wie er spielen lässt. Kapitän Torsten Mattuschka und Michael Parensen zumindest laufen wohl wieder auf.

Das größte Geheimnis aber bleibt die Frage nach dem Torwart. Sowohl Jan Glinker als auch Marcel Höttecke sind fit – allerdings hat Letzterer einige Wochen Trainingsrückstand. Angesichts der sehr wechselhaften Saison beider Torhüter will Neuhaus das Geheimnis noch ein bisschen bewahren. „Ich glaube, dass nach einer Woche Training nicht klar ist, wer in den nächsten Spielen und vielleicht bis zum Ende der Saison als Nummer eins weitermacht“, sagte er und bescheinigte dem nächsten Gegner „eine gute, wenn auch nicht herausragende“ Hinrunde. Dennoch: Statistisch gesehen stehen Unions Chancen nicht schlecht, in den vergangenen vier Partien holten die Eisernen jeweils einen Punkt. Eine Ausbeute, mit der Neuhaus wohl gut leben könnte: „Die Basis für das Saisonziel Klassenerhalt wird die Heimstärke bleiben“, sagt er. Allen guten Vorsätzen zum Trotz. mkl