Zehn Spieltage sind vorbei in der Zweiten Liga, fast ein Drittel der Saison 2009/10 ist gespielt. Und nach dem Sieg des 1. FC Union bei Alemannia Aachen bleibt festzuhalten: Der Aufsteiger aus Köpenick ist in der Liga angekommen, ohne Wenn und Aber. Zwei Niederlagen am Stück, darunter der wenig berauschende Auftritt vor einer Woche gegen Fürth, haben Union nicht aus der Fassung gebracht.
relatedlinksIm Gegenteil, Mannschaft und Klubführung haben besonnen reagiert, Trainer Uwe Neuhaus ließ akribisch an den Fehlern arbeiten und wurde mit dem sechsten Saisonsieg belohnt. Auch wenn man zugestehen muss, dass die Aachener ein willkommener Aufbaugegner für Union gewesen sind.
Dass die Berliner bereits jetzt 20 Punkte auf dem Konto haben und damit mutmaßlich die Hälfte der zum Klassenerhalt benötigten Zähler, ist ein toller Erfolg, erreicht ist jedoch noch nichts. Wer beim Blick auf die Tabelle schon wieder von einem Durchmarsch in die Bundesliga träumt oder den Verbleib in der Liga bereits als gesichert ansieht, kann schneller enttäuscht werden, als es ihm lieb ist. Ruhe ist auch jetzt die erste Union-Pflicht. Es ist das richtige Signal, wenn Sportdirektor Christian Beeck sagt, dass es egal ist, ob Union derzeit weiter oben dran bleibt oder ins Mittelmaß rutscht – wichtig sei nur, wo der Verein nach dem 34. Spieltag steht.
Legt man die vergangenen zehn Spieltage zugrunde, dann kann man sich im Lager der Köpenicker erneut auf eine Party am Saisonende freuen. Die ersten 20 Punkte kann ihnen jedenfalls niemand mehr nehmen.



