Vor dem Spiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Union und dem FC Hansa Rostock sind am Freitagabend Polizisten mit Steinen beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden Einsatzkräfte an einer Kontrollstelle auf dem Weg vom S-Bahnhof Spindlersfeld in Richtung Stadion von Gästefans attackiert. Sechs Störer wurden festgenommen, mehrere Platzverweise ausgesprochen und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Festgenommenen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Insgesamt zog die Polizei aber eine positive Bilanz der Fußball-Begegnung, bei der es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ausschreitungen kam. Ein Aufeinandertreffen gewalttätiger Anhänger konnte verhindert werden.

Nach Erkenntnissen der Polizei waren unter den angereisten Rostockern zahlreiche gewaltbereite Personen, die zudem keine gültige Karten hatten. Als sie an der Kontrollstelle abgewiesen wurden, errichteten sie zunächst eine Sitzblockade. Aus der Menge heraus kam es dann immer wieder zu Steinwürfen. Verletzt wurde niemand. Nach mehreren Durchsagen der Polizei traten die ticketlosen Rostocker den Rückweg an. Rund 900 Polizisten waren im Einsatz.

Nach dem Spiel kam es zu einem folgenschweren Unfall auf der Wilhelm-Spindler-Brücke in Köpenick. Gegen 21 Uhr waren mehrere Polizeifahrzeuge auf dem Rückweg vom Einsatz, als ein stark alkoholisierter 26-Jähriger mit erhobenen Armen auf die Fahrbahn trat. Der erste Wagen bremste scharf, während der nachfolgende auffuhr. Bei dem Unfall wurden 15 Polizisten leicht verletzt. Die beiden Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Der Betrunkene blieb unverletzt. Er muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechnen.

dpa/sei