Coach Uwe Neuhaus weiß nur zu genau, welche körperlichen Anforderungen an seine Mannschaft in der am 7. August beginnenden "Knochenmühle" (Neuhaus) gestellt werden, als Trainer von Rot-Weiss Essen hatte er nach dem Aufstieg im Jahr 2006 zuletzt Erfahrungen als Coach im Bundesliga-Unterhaus sammeln können.

"Bis zum Sonntag werden wir zweimal täglich trainieren, um 10 und um 16 Uhr", umreißt Neuhaus das Programm bis zum ersten Testspiel am Sonntag bei Motor Eberswalde (15 Uhr) anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Brandenburgligisten (6. Liga). Nachdem die Spieler ihre Hausaufgaben zur Zufriedenheit der sportlichen Leitung erledigt haben (jeder Spieler hatte in der Sommerpause ein auf ihn persönlich zugeschnittenes Trainingsprogramm erhalten), wird jetzt der Grundstein für die Ausdauer gelegt.

Mit Johann Stromann wurde dafür extra ein Fitnesstrainer verpflichtet. Der ehemalige deutsche Triathlon-Meister wird sich auch um Rehamaßnahmen kümmern sowie die Spieler in Ernährungsfragen beraten. Der 46-Jährige soll dabei Co-Trainer Andre Hofschneider und Union-Physiotherapeut Frank Placzek entlasten. Stromann unterschrieb einen Zweijahresvertrag, der nur für die Zweite Liga gilt.

Erst ab kommender Woche könnte es ein wenig entspannter zugehen. Was nicht heißt, dass das Trainingpensum grundsätzlich heruntergeschraubt wird. "Wir haben dann jedoch Testspiele praktisch im Drei-Tages-Rhythmus", erklärte Neuhaus. Von Einheit zu Einheit soll dann über den Umfang entschieden werden.

Tatsächlich geht es nach dem Eberswalde-Spiel Schlag auf Schlag. Neuhaus: "In jedem Fall müssen wir genug Regenerationseinheiten beachten." Der Rest ist Schwitzen für den Klassenerhalt.