Immer wieder war es bei der Montage der Dachkonstruktion der sanierten Alten Försterei zu Verzögerungen durch die vom 1. FC Union beauftragte slowakische Firma Omnec gekommen. Um den weiteren Fortgang der Baumaßnahmen, vor allem aber den Termin für das Eröffnungsspiel gegen Bundesligist Hertha BSC am 8. Juli nicht weiter zu gefährden, zog der Zweitligist aus Köpenick nun die Reißleine: Die „An der Alten Försterei“-Stadionbetriebsgesellschaft trennt sich mit sofortiger Wirkung von der slowakischen Firma Omnec und vergibt den Auftrag zur Dachmontage an die Firma Dächer Hallen Fassaden GmbH (DHF) aus Salzburg in Österreich.
Klubchef Dirk Zingler konnte die Verärgerung über den langsamen Fortgang nicht verbergen. „Omnec hatte jetzt eine Woche Gelegenheit zu beweisen, dass sie mit der Verlegung der Dachbleche besser zurechtkommen als mit dem Stahlbau. Die gezeigte Leistung hat uns in keinster Weise überzeugt, deshalb haben wir den Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt“, sagte der Union-Präsident: „Oberste Priorität hat der Eröffnungstermin. Dieser war aufgrund der erneuten Verzögerung akut gefährdet, deshalb haben wir nun die Konsequenzen gezogen und eine andere Firma beauftragt.“ Das Spiel gegen Hertha BSC ist seit Wochen mit 19.000 Zuschauern ausverkauft.
Neue Firma verspricht pünktliche Fertigstellung
Hoffnungen, dass der Eröffnungstermin doch eingehalten werden kann, machte DHF-Verkaufsleiter Harald Rettenbacher: „Wir haben uns einen Überblick über die Situation verschafft und werden schnellstmöglich mit den Arbeiten am Dach beginnen. Ziel ist die Fertigstellung des Daches pünktlich zum Eröffnungsspiel.”
Die Trennung von der Firma Omnec ist der traurige Schlusspunkt hinter einem Deal, der sich für Union nicht wirklich als vorteilhaft erwiesen hatte. Wegen Lieferschwierigkeiten musste die Rückkehr in die angestammte Spielstätte bereits während der Rückrunde der abgelaufenen Drittliga-Saison mehrfach verschoben werden. Selbst die Hoffnung, den Aufstieg in die Zweite Liga in den letzten beiden Heimspielen in Köpenick feiern zu können und nicht im Ausweichstadion Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg, wurden durch die verspätete Montage der Trägerteile sowie des eigentlichen Daches durch die Firma Omnec schnell zunichte gemacht.



