Olympia 2012

Britta Heidemann kämpft sich bis zum Viertelfinale durch

Das deutsche Olympia-Team hat noch keine einzige Medaille geholt. Die Hoffnungen ruhen nun vor allem auf der Fechterin Britta Heidemann.

Foto: DAPD

Nachdem die deutsche Olympia-Mannschaft auch am zweiten Tag der Sommerspiele in London ohne Medaille geblieben ist, ruhen die Hoffnungen vor allem auf Fechterin Britta Heidemann und Schwimmer Paul Biedermann. Im Gegenduell mit Chinas Weltmeisterin Na Li hatte Heidemann am Nachmittag mit 14:13 gewonnen und damit das Viertelfinale erreicht. Heidemanns Gegnerin in der Runde der besten acht Fechterinnen ist die Tunesierin Sarra Besbes. Biedermann will im Finale über 200 Meter Freistil Wiedergutmachung für sein Vorlauf-Aus über 400 Meter am Samstag betreiben.

Am Sonntag war der 25-Jährige als Vierter ins Finale eingezogen und kann sich nach einer deutlichen Leistungssteigerung Hoffnungen auf seine erste Olympia-Medaille machen. Es war eine der wenigen positiven Meldungen aus deutscher Sicht. Dominanz strahlen bisher andere Nationen aus. Vor allem China: Die Asiaten holten schon sechs Goldmedaillen. Auch die britischen Gastgeber freuten sich am Sonntag über das erste Silber durch Radfahrerin Elizabeth Armitstead sowie Bronze im Schwimmen durch Rebecca Adlington über 400 Meter Freistil.

Enttäuschung bei Fechtern, Hoffnung bei Reitern

Zumindest ein Platz auf dem Treppchen war auch vom deutschen Säbelfechter Nicolas Limbach erwartet worden. Der 26-Jährige unterlag aber im Viertelfinale dem Russen Nikolaj Kowalew. Zuvor war Max Hartung ebenfalls im Viertelfinale dem späteren Olympiasieger Aron Szilagyi aus Ungarn unterlegen. Zu den Enttäuschungen aus deutscher Sicht zählte auch die Riege der Turnerinnen, die als Neunte das Teamfinale der besten acht Nationen verpassten. Besser lief es am Sonntag hingegen für die deutschen Vielseitigkeitsreiter, die nach der Dressur gar auf Goldkurs liegen.

Ein gerade für die Chinesen bisher gewohntes Gefühl. Luftpistolen-Schützin Wenjun Guo sicherte sich am Sonntagmittag Gold, wenige Stunden später erklommen die Wasserspringerinnen He Zi und Wu Minxia vom Drei-Meter-Brett den obersten Platz auf dem Podium.

Weltrekorde und Dopingfall

Zudem gab es am Sonntag drei Weltrekorde: Die kasachische Gewichtheberin Sulfija Tschinschanlo schaffte in der Klasse bis 53 Kilogramm 131 Kilo im Stoßen. Im Schwimmen erzielten der Südafrikaner Cameron van der Burgh über 100 Meter Brust in 58,46 Sekunden sowie die Amerikanerin Dana Vollmer über 100 Meter Schmetterling in 55,98 Sekunden neue Bestmarken.

Trauriger Höhepunkt war ein weiterer Dopingfall: Die usbekische Turnerin Luisa Galiulina wurde positiv auf die verbotene Substanz Furosemid getestet und vorläufig von den Sommerspielen ausgeschlossen.