Die Trikots funkelten und glitzerten in der Tiroler Abendsonne. Genauer gesagt waren es die Spielernummern und Namen auf der Rückseite der Spielkleidung der WSG Tirol, die im Achenstadion in Kundl aufblitzten. „Kristallprint“ nennt der österreichische Bundesligist den optischen Effekt auf den eigenen Leiberln.

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Es ist eine naheliegende Hommage an den Schmuckhersteller Swarovski, der sogar im Namen der einstigen Werksportgemeinschaft vertreten ist. Am Freitagabend stellte sich Hertha BSC zum Auftakt des Trainingslagers in Tirol der WSG und ihren Kristalltrikots in einem Testspiel entgegen.

3:2 (1:2) entschied der Berliner Fußball-Zweitligist den Vergleich für sich. Auch wenn das Team von Cheftrainer Stefan Leitl, der noch immer auf Zugänge wartet, nicht ausnahmslos glänzte, überzeugte die junge Mannschaft in den entscheidenden Momenten.

„Ich bin super zufrieden mit dem Spiel. Was mir total gefällt, ist, dass die Jungs total intensiv Fußball spielen und nach vorn spielen“, erklärte Leitl.

Hertha BSC: Kevin Sessa trifft zur Führung

Mit Julian Eitschberger stand derjenige Profi beim Hauptstadtklub in der Startelf, der am Freitagvormittag für eine der rar gewordenen Positivmeldungen beim Verein aus Westend verantwortlich war. Das Eigengewächs hatte seinen Vertrag vorzeitig bis 2029 verlängert, wie Hertha mitteilte.

Den ersten Glanzpunkt im Achenstadion setzte Eitschbergers Mitspieler Kevin Sessa, der eine Direktabnahme im Anschluss an einen Eckball mithilfe des Innenpfostens sehenswert zur Führung platzierte (2. Minute).

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Die hatte nur kurz Bestand. Ademola Ola-Adebomi wurde von Herthas Innenverteidiger Niklas Kolbe im Strafraum gefällt und verwandelte den Strafstoß selbst zum 1:1 (6.). WSG-Stürmer Nikolai Baden Frederiksen brachte den Vorjahressiebten der österreichischen Bundesliga freistehend in Front (12.).

Größere Sorgen bereiteten dem Berliner Anhang aber die frühen Ausfälle von Marten Winkler (Oberschenkel) und Mayson Grothe (Rippenschmerzen). Sowohl der Angreifer als auch der Linksverteidiger mussten angeschlagen ausgewechselt werden. Im zweiten Durchgang ging auch Innenverteidiger Linus Gechter mit Schulterproblemen, vorzeitig vom Feld.

Hertha dreht Partie nach der Pause

Trotz zahlreicher Wechsel waren es die Berliner, die in Hälfte zwei die Oberhand behielten. Sessa besorgte auf Vorlage von Josip Brekalo mit seinem zweiten Treffer das 2:2 (53.). Der eingewechselte Jelani Ndi traf nach einem ansehnlichen Dribbling vom Strafraumrand zum 3:2 (76.).

Nicht nur wegen der untergehenden Sonne hatten die Tiroler zu diesem Zeitpunkt schon an Strahlkraft eingebüßt. Kurz vor Spielende musste Herthas neuer Mannschaftsarzt Fabian Plachel noch Tirols David Jaunegg, wohl wegen einer Verletzung im Halsbereich, behandeln. Der Schiedsrichter pfiff die Partie nicht noch einmal an.