Das Spalier stand schon bereit, da war noch kein Spieler von Hertha BSC weit und breit zu sehen. Stattdessen wehten am Montagnachmittag kräftige Windböen über den Schenckendorffplatz. Ein stürmischer Auftakt in die Saisonvorbereitung in Westend? Nur aus meteorologischer Sicht.

Montag

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Sportlich ging es gemächlich ins erste Training der Spielzeit 2025/26. Gut 50 der rund 500 anwesenden Fans hatten sich aufgestellt, um die Profis des Berliner Fußball-Zweitligisten angemessen in die erste Trainingseinheit zu begleiten.

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Hertha BSC mit Verstärkung auch im Trainerteam

Angeführt von Kapitän Toni Leistner und unter Applaus des blau-weißen Anhangs ging es auf den grünen Rasen. Stefan Leitl stand genau da schon bereit, um seine Mannschaft zu empfangen. Zusammen mit seinen Assistenten Andre Mijatovic und Patrick Ebert, mit Torwarttrainer Andreas Menger und neuen Gesichtern.

Mit Ole Marschall und Fynn-Cedric Bach gehören zwei neue Analysten zum Trainerteam, Gabriel Bratic verstärkt das Teammanagement, Paula Isringhausen soll sportpsychologische Unterstützung leisten.

Nicht die einzigen Neulinge am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub. Sportdirektor Benjamin Weber war in den vergangenen Wochen fleißig, schraubt intensiv am Kader für das Unternehmen Bundesliga-Aufstieg, mit dem die neue Saison angegangen werden soll.

Vier Neue und ein Rückkehrer – und John Brooks

Paul Seguin (kam von Schalke 04/zentrales Mittelfeld), Sebastian Grönning (FC Ingolstadt/Sturm), Niklas Kolbe (SSV Ulm/Innenverteidigung) und Leon Jensen (Karlsruher SC/zentrales Mittelfeld) trugen am Mittwoch zum ersten Mal das Trainingsshirt ihres neuen Klubs. Julian Eitschberger ist von seiner Leihe zu Drittligist Rot-Weiss Essen zurückgekehrt.

Nicht mit dabei: Tjark Ernst (bei der U21-EM), die bisher ausgeliehenen Kelian Nsona und Agustin Rogel sowie Bilal Hussein und Jeremy Dudziak.

Und dann war da noch einer, der irgendwie auch als Neuverpflichtung daherkam. John Anthony Brooks trabte entspannt auf den Platz, die Laufschuhe in der Hand. Nachdem sich der Innenverteidiger in der vergangenen Saison in seiner ersten Trainingseinheit so schwer am Sprunggelenk verletzt hatte, dass er die gesamte folgende Spielzeit nicht zum Einsatz kommen konnte, ist er wieder dabei.

Auch Sportdirektor Benjamin Weber schaut aufmerksam zu

Wenn auch nicht in vollem Umfang. Nach einer ersten Übung mit der Mannschaft zog sich Brooks auf einen hinteren Platz zurück, trainierte – zusammen mit Luca Schuler und Marius Gersbeck, die ebenfalls noch angeschlagen sind – individuell.

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Nach knapp einer Stunde war Schluss für den 32-Jährigen, auf den sie bei Hertha viele Hoffnungen setzen. Mit seiner Erfahrung kann der gebürtige Berliner ein wichtiger Baustein in der defensiven Stabilität der Blau-Weißen sein.

Den Rest der Auftakteinheit, die vor allem aus kleineren, lockeren Spielformen bestand, verfolgte Brooks zusammen mit Sportdirektor Weber von der Seitenlinie, setzte sich irgendwann auf eine Kühlbox und beobachtete, wie seine Teamkollegen die ersten Treffer der Saison erzielten.

Thorsteinsson mit dem ersten Tor der Vorbereitung

Treffer Nummer eins steuerte ausgerechnet einer bei, der in seinem ersten Jahr bei Hertha so gar kein Glück hatte – weder vor dem Tor noch bei der Vorbereitung. Jetzt aber war Jon Dagur Thorsteinsson zur Stelle und netzte für das Team ohne Leibchen ein.

Der eine oder andere wird die kommenden Wochen, inklusive des Trainingslagers vom 11. bis zum 19. Juli in Kitzbühel, nutzen, um sich in den Fokus von Trainer Leitl zu spielen. Denn auch wenn der Kader noch nicht final zusammengestellt ist, der Konkurrenzkampf hat bereits begonnen.

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Autogrammwünsche und Fotos mit den Profis nach dem Training

Um 16.23 Uhr rief Herthas Chefcoach seine Schützlinge zusammen, beendete den Trainingsauftakt 2025/26. Für die Profis ging es noch in die Verlängerung – Autogramm- und Fotowünsche wollten erfüllt werden. Der beliebteste Herthaner? Wie schon vergangene Saison: Publikumsliebling Fabian Reese. Allerdings in einem engen Rennen mit Rückkehrer Brooks.

Das erste Testspiel wartet am Samstag auf die Berliner, dann ist Hertha zu Gast beim Ludwigsfelder FC (13 Uhr) aus der Brandenburg-Liga. Der Wetterbericht sagt bis dahin etwas Beruhigung voraus. Doch auch ohne Böen steht nach der ersten Trainingseinheit fest: Bei Hertha weht frischer Wind.

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