Nur eineinhalb Wochen nach dem Rücktritt von Andreas „Zecke“ Neuendorf bei Hertha BSC gibt es die nächste Veränderung in der Führungsetage. Wie der Berliner Fußball-Zweitligist am Mittwoch vermeldete, legt Thomas E. Herrich sein Amt als Geschäftsführer zum 30. Juni, also zum Saisonende nieder.

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„Hertha BSC ist für mich weit mehr als ein Beruf – es ist Heimat, Leidenschaft und Herzenssache“, erklärte Herrich in einer Pressemitteilung. „Als Fan, Mitglied und Herthaner war es mein größter Antrieb, die strategische Neuausrichtung von Hertha BSC voranzutreiben, den Club zukunftsfähig aufzustellen und ein bestelltes Feld zu hinterlassen. Jetzt ist jedoch der Moment gekommen, an dem ich zum ersten Mal an mich und meine Familie denken muss. Die letzten Jahre haben Kraft gekostet. Daher muss ich jetzt erstmal Energie tanken, um wieder für neue Herausforderungen bereit zu sein.“
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Hertha BSC hatte Analyse angekündigt und lässt Taten folgen
Der Vertrag des 61-Jährigen, der seit über 20 Jahren für den Verein tätig ist und den Geschäftsführer-Posten seit Juni 2022 innehatte, war erst im März vergangenen Jahres verlängert worden. Doch nach der sportlich enttäuschenden Saison hatte der Hauptstadtklub eine schonungslose Analyse angekündigt, unterzeichnet war der entsprechende Brief an die Mitglieder aber von keinem speziellen Gremium oder der Geschäftsführung. Das hatte schon darauf hingedeutet, dass auf allen Ebenen aufgeräumt werden würde.
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Herrich, der in der jüngeren Vergangenheit vor allem Sanierung und Konsolidierung des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Klubs vorangetrieben hatte, war zuletzt in den Fokus gerückt, als Gerüchte um eine Anstellung von Jonas Boldt bei Hertha die Runde machten.
Eine Nachfolge in der Geschäftsführung wird vorbereitet
Dabei ging es auch um die Kompetenzen Herrichs, die Boldt übernehmen könnte. Zudem stand der langjährige Herthaner ebenfalls immer mehr in der Kritik. „Nachdem das Präsidium beschlossen hatte, die Strukturen von Hertha BSC für die kommenden Herausforderungen gezielt weiterzuentwickeln und wichtige personelle Veränderungen vorzunehmen, hat Tom Herrich als Reaktion sein Handeln angeboten, um die Pläne des Präsidiums im Sinne des Vereins zu unterstützen“, erklärte Präsident Fabian Drescher.
Die Trennung sei „im gegenseitigen Einvernehmen“ vonstattengegangen, wie der Klub nun schreibt. Dem Vernehmen nach wurde Herrich dieser Schritt allerdings wohl nahegelegt. Eine entsprechende Nachfolge in der Geschäftsführung wird momentan vorbereitet.






