Lange war es ruhig um die Chefetage bei Hertha BSC. Jetzt kommt Dynamik auf. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Jonas Boldt zur neuen Saison beim Berliner Fußball-Zweitligisten übernehmen. Der 43-Jährige, der von 2019 bis 2024 Vorstand Sport beim Hamburger SV war, wird als Kandidat für den Posten des Geschäftsführers gehandelt.

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Also jene Position, die bislang noch Thomas E. Herrich innehat. Der 60-Jährige aber, der seit 2022 sein Amt ausübt und davor jahrzehntelang Teil der Geschäftsleitung war, gilt als intern umstritten und könnte nun durch Boldt abgelöst werden.
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Hertha BSC setzt wohl weiter auf Weber als Sportdirektor
Der gebürtige Nürnberger soll Interesse haben, ein erstes Treffen habe ebenfalls schon stattgefunden. Boldt agierte beim HSV als Stratege für Zukunftsthemen. Kaderplanung und sportliche Entscheidungen überließ er gern den Sportdirektoren. Das wäre bei Hertha dann weiterhin Benjamin Weber in enger Abstimmung mit Andreas „Zecke“ Neuendorf.
Anders als zunächst vermutet, wären diese beiden Personalien wohl nicht von einer möglichen Verpflichtung Boldts betroffen. Das wiederum gibt Planungssicherheit für die sportliche Ausrichtung der Berliner – wenn auch in der Ebene darüber tiefgreifende Veränderungen anstehen.

Herrich ist bei Hertha für das Thema Sanierung zuständig
Dass etwas passieren würde, hatte der Hauptstadtklub selbst vor einigen Wochen angekündigt. In einem Brief an die Mitglieder war von einer „schonungslosen Analyse der sportlichen Situation“ die Rede. Die sollte im Sommer stattfinden. Von wem? Das war nirgendwo zu lesen gewesen.
Nun scheint es so, als würde das Stühlerücken bereits vor der Sommerpause beginnen. Und zwar auf einer Ebene, auf der es schon länger knirschen soll – trotz Herrichs Vertragsverlängerung im März 2024. Zu den Kernaufgaben des Geschäftsführers zählt vor allem das Vorantreiben des Sanierungsprozesses, mit dem Hertha BSC die eigene wirtschaftlich prekäre Situation auf Dauer verbessern will.





