Es war eine Nachricht, die am späten Ostersonntag überraschend kam. Andreas „Zecke“ Neuendorf tritt aus persönlichen Gründen als Direktor Akademie und Lizenzspielerbereich bei Hertha BSC zurück. Das vermeldete der Berliner Fußball-Zweitligist wenige Stunden nach dem 3:2 beim SSV Ulm.

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„Ich habe mir diese Entscheidung alles andere als einfach gemacht, denn Hertha BSC ist mein Verein. Die letzten Jahre waren für den Verein und auch mich persönlich sehr herausfordernd“, wurde Neuendorf in der Klubmitteilung zitiert: „Ich habe mich bewusst dazu entschieden, schon jetzt diesen Schritt zu gehen und meine Entscheidung zu kommunizieren. So hat Hertha die Möglichkeit, frühzeitig nach einer passenden Nachfolge zu suchen und die kommende Saison zu planen.“

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Hertha BSC könnte Jonas Boldt holen

Der 50-Jährige absolvierte als Spieler zwischen 1998 und 2010 insgesamt 196 Pflichtspiele für den Hauptstadtklub. Nach seinem Karriereende 2010 war er auch als Jugendtrainer bei den Berlinern tätig und arbeitete seit Januar 2023 als Direktor Akademie und Lizenzspielerbereich. Gemeinsam mit Sportdirektor Benjamin Weber war er für die Kaderplanung zuständig.

Doch nach dem enttäuschenden Abschneiden in dieser Saison und dem verpassten Bundesliga-Aufstieg stand auch Neuendorf in der Kritik. Intern soll es sowieso schon rumoren, auch nachdem in der vergangenen Woche die Meldung aufkam, dass Hertha mit Jonas Boldt verhandeln würde.

Herrich und Drescher danken Neuendorf für seine Arbeit

Der Ex-Sportvorstand vom Hamburger SV interessiert sich für eine Anstellung in Westend. Mit seiner Verpflichtung hätten sich auch die Zuständigkeiten von Neuendorf dem Vernehmen nach verändern können. Möglichen Kompetenzbeschneidungen kommt der ehemalige Profi nun zuvor.

„Die Entscheidung von Zecke ist ein großer Schritt, den wir selbstverständlich respektieren. Zecke hat nicht nur 196 Pflichtspiele für Hertha BSC als Spieler absolviert, er war auch seit zehn Jahren in verschiedenen Funktionen im Klub tätig. Wir sind Zecke für seine Arbeit und sein Engagement dankbar“, erklärte Geschäftsführer Thomas E. Herrich.

Präsident Fabian Drescher ergänzte: „Wir verlieren mit Zecke ein blau-weißes Urgestein. Er wird bei uns auch in Zukunft immer willkommen sein. Einmal Herthaner, immer Herthaner.“

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