- Hertha BSC lädt zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung
- Auf der Tagesordnung steht die Wahl eines neuen Präsidenten
- Die Nachfolge von Kay Bernstein ist ein emotionales Thema
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Hertha-Mitgliederversammlung: Gesangseinlage von Dr. Lentfer knapp verpasst
21.23 Uhr: Und damit verabschiedet sich auch das Team der Berliner Morgenpost aus dem CityCube. Die Nachbesprechung dieser historischen Mitgliederversammlung gibt‘s morgen wie gewohnt in der neuen Folge des „Immer Hertha“-Podcasts und auf morgenpost.de

Montag
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21.14 Uhr: Dr. Lentfer verkündet von einem fast leeren Saal das Ergebnis des zweiten Wahlgangs: Kein weiterer Kandidat hat die erforderliche Mehrheit erreicht. Das Präsidium ist dennoch handlungsfähig, weil eben sieben Mitglieder für die nächsten vier Jahre gewählt sind. Und damit wünscht Dr. Lentfer den letzten anwesenden Fans eine gute Heimreise. Die Mitgliederversammlung ist nach einer Nettozeit von mehr als zehn Stunden tatsächlich beendet.
20.38 Uhr: Während die Stimmen für den zweiten Wahlgang eingesammelt werden, machte sich im Saal die Hoffnung breit, jetzt doch noch in den Genuss einer Gesangseinlage von Dr. Lentfer zu kommen. Der Versammlungsleiter windet sich jedoch clever aus dieser Situation heraus, in dem er die Versammlung einfach unterbricht. Um 21.10 Uhr soll es mit dem Ergebnis des zweiten Wahlgangs weitergehen.
Fünf Präsidiumsmitglieder im ersten Wahlgang gewählt
20.28 Uhr: Dr. Lentfer und Vera Krings waren gerade schon bei ernsten Gesprächen zu beobachten, möglicherweise haben sie den Plan für ihre Gesangseinlage besprochen. Nun kommen sie aber doch drumherum, weil dem Versammlungsleiter das Wahlergebnis gereicht wurde. Gewählt sind Dr. Ralf Thaeter, Knut Beyer, Saravanan Sundaram, Niklas Lohse und Ferhat Dogru. Damit wäre das Präsidium handlungsfähig, da mit dem Präsidenten Fabian Drescher und seiner Stellvertreterin Anne Noke die erforderliche Zahl von sieben Mitgliedern erreicht ist. Dr. Lentfer appelliert aber dafür, auch noch die zwei möglichen offenen Plätze zu besetzen. Also findet jetzt noch ein zweiter Wahlgang statt.
20.17 Uhr: Auch der letzte Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ ist inzwischen abgehakt. Das Ergebnis der Präsidiumswahl lässt allerdings immer noch auf sich warten. Von Dr. Lentfer ist deshalb Kreativität gefordert: „Wir können die Zeit jetzt auf verschiedenen Wegen füllen. Entweder kann der Präsident kurz sprechen, oder Frau Krings und ich machen eine Gesangseinlage.“ Im gesamtgesellschaftlichen Interesse spricht dann aber doch erst Präsident Drescher, der auf die Aktion „Hertha wärmt“ von den Harlekins hinweist, die am nächsten Wochenende wieder warme Kleidungsstücke für Hilfsbedürftige sammelt. Auch wenn danach Sprechchöre die Gesangseinlage von Dr. Lentfer fordern, wird der Versammlungsleiter durch weitere Redebeiträge bisher davon verschont. Mal schauen, wie lange noch.
20.07 Uhr: Neun Stunden sind inzwischen vorbei, jetzt wird noch ein Antrag zur Stärkung des Frauenfußballs bei Hertha BSC vorgestellt. Die Entwicklung der jungen Abteilung ist schon jetzt ziemlich gut, gerade erst am gestrigen Sonnabend gewannen die Blau-weißen mit 3:0 das Spitzenspiel gegen Viktoria Berlin und übernahmen damit die Tabellenführung in der Regionalliga Nordost. Der Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen.

20.00 Uhr: Dr. Lentfers Glocke, mit der er etwas ausufernde Reden beendet, hat nicht ganz die Wucht des Gongs, der gerade die Tagesschau eingeläutet hat. Auch vom Nachrichtenwert hinken wir hier inzwischen ein wenig den Kollegen der ARD hinterher, zur Mitgliederversammlung lässt sich sagen: Im Westen nichts Neues, noch immer läuft in der Messe Berlin die Aussprache zu den Berichten der KGaA. Mit Spannung erwartet wird allerdings noch das Ergebnis der einfachen Präsidiumswahlen.
Manuel Gräfe gratuliert Fabian Drescher
19.40 Uhr: Zuvor aber noch ein interessanter Blick in die weite Welt des Internets: Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe hat sich in die Reihe der Gratulanten für Fabian Drescher eingereiht. Geschäftsführer Herrich erklärt derweil im Rahmen der Aussprache zu den Berichten der KGaA, dass Hertha in aussichtsreichen Gesprächen mit einem neuen Ausrüster sei. Der Vertrag mit Nike läuft am Ende dieser Saison aus.
#Bundesliga #HerthaBSC #Mitgliederversammlung
— Manuel Gräfe (@graefe_manuel) 17. November 2024
Fabian Drescher ist in logischer Konsequenz des Berliner Weges als früherer Verteter von Kay Bernstein zum Präsidenten mit 81,7%, 2983 Stimmen gewählt worden & war sehr gerührt…
Gratulation!!! 👏👏👏
Und viel Erfolg🍀🍀🍀 #Hahohe https://t.co/mEG0d7Qkt0
19.36 Uhr: Fabian Drescher verdient sich noch einmal einen Sonderapplaus, weil er den Tagesordnungspunkt 13 „Bericht des Beirates der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA“ mit einer wahnsinnig kurzen Rede in nur wenigen Sekunden abgehandelt hat. Vermutlich ist die Euphorie etwas verfrüht, aber wir bewegen uns auf das Ende dieses Marathontages zu!
19.30 Uhr: Auch Ferhart Dogru hatte sich schon um die Vizepräsidentschaft beworben und war jetzt der letzte Redner der Vorstellungsrunde für einfache Präsidiumsmitglieder. Jetzt beginnt der erste Wahlgang, bei dem die Mitglieder bis zu sieben Kreuze auf ihrem Stimmzettel vergeben können. Gewählt ist, wer eine absolute Mehrheit der noch anwesende Mitglieder auf sich vereinen kann. Erreichen weniger als sieben Kandidierende diese Marke, gibt es einen zweiten Wahlgang.
Marathonsitzung bis in den Abend hinein
19.26 Uhr: Kandidat Markus Gruhn hat seine Kandidatur für das Präsidium gerade zurückgezogen und die Mitglieder darum gebeten, stattdessen seinen „Freund“ Marko Pantelic ins Präsidium zu wählen. Der betritt jetzt nochmal die Bühne und bekräftigt seine Absicht, seine „Kontakte und Erfahrung“ für Hertha BSC einzubringen.
19.05 Uhr: Während die Versammlung die Acht-Stunden-Marke erreicht, haben sich die Reihen im CityCube mittlerweile schon deutlich geleert. Mit müden Blicken hören sich die verbliebenen Herthaner die Reden der letzten Präsidiumskandidaten an, die mittlerweile fast schon etwas verzweifelt versuchen, die erschöpften Mitglieder von sich zu überzeugen.
Hertha BSC: Anne Noske ist neue Vizepräsidentin
18.45 Uhr: Ein kurzer Zwischenstand beim Wahlprozess für die einfachen Präsidiumsmitglieder. 9 von 19 Kandidierenden haben inzwischen gesprochen. Wobei die Vorstellungsrede von Anne Noske auch noch zu den verbleibenden zehn Reden zählen würde, da sie aber inzwischen Vizepräsidentin ist, ist das natürlich hinfällig. Also noch neun verbleibende Kandidaten. Deren Reden treiben mitunter etwas seltsame Blüten: Kandidat Oliver Kelm spricht zum Beispiel fast mehr über Stadtrivale Union Berlin als über Hertha. Schauen wir mal, ob das zum Erfolg führt.
18.26 Uhr: Auch Noske nahm die Wahl auf der Bühne mit Tränen in den Augen an und sagte: „Ja, ich will!“ Das Ergebnis im Detail: Anne Noske 2292 Stimmen (76,22 %), Stepan Timoshin 23 Stimmen (0,76 %), Ferhat Dogru 306 Stimmen (10,18 %), Marko Pantelic 337 Stimmen (11,21 %), Marvin Brumme 49 Stimmen (1,63 %).
18.20 Uhr: Anne Noske ist neue Vizepräsidentin von Hertha BSC. Ähnlich wie Drescher setzte sie sich mit einem deutlichen Vorsprung gegen ihre Mitbewerber durch.
19 Mitglieder bewerben sich als einfache Präsidiumsmitglieder
18.07 Uhr: Inzwischen sind rund sieben Stunden der Mitgliederversammlung vergangen. Die Mitglieder nehmen auch die Wahlen der einfachen Präsidiumsmitglieder nicht auf die leichte Schulter, es gibt noch immer kritische Rückfragen an die Kandidaten. Das Tageslicht haben wir im CityCube hier alle schon länger nicht gesehen, aber eine schnelle Recherche belegt, dass es auch draußen inzwischen dunkel ist und wir an diesem Sonntagabend auf Berliner Straßen auch nicht mehr viel verpassen würden. Also munter weiter!
17.48 Uhr: Es ist nicht geklärt, ob Dr. Lentfer heute Abend noch den Tatort im Fernsehen schauen will, aber er drückt jetzt auf die Tube. Er appelliert an die Mitgliederversammlung: „Es ist ein Lauf gegen die Uhr. Ich eröffne den dritten Wahlabschnitt, damit wir alle noch zu ordentlichen Zeiten nach Hause kommen.“ Nun beginnt die Vorstellungsrunde der 19 Kandidierenden für einen einfachen Posten im Präsidium. Währenddessen beginnt die Auszählung für die Vizepräsidentschaftswahl.
Klublegende Pantelic stellt sich als Kandidat für die Vizepräsidentschaft vor
17.41 Uhr: Unterdessen ein Blick vor die Halle: Die Pizza-Lieferanten geben sich vor der Tür die Klinke in die Hand, die Fans bestellen sich ihr Abendessen in den CityCube. Verhungern wird hier heute also niemand, es seht ja auch noch einiges auf dem Programm! Nach der Vizepräsidentschaftswahl werden schließlic auch noch einfache Präsidiumsmitglieder gewählt.
17.36 Uhr: Nach Kandidat Ferhat Dogru wird es nun noch einmal interessant. Stepan Timoshin betritt nochmal die Bühne, da er auch als Vizepräsident antritt. Er gratuliert Fabian Drescher zur Wahl als Präsident und spricht diesmal deutlich ruhiger als noch heute Mittag bei seiner wütenden Rede. Von der Mitgliederversammlung gibt es dafür zumindest zaghaften Applaus, es gibt keine weiteren Fragen an den Kandidaten. Die Abstimmung beginnt nun nach dem gleichen Prozedere wie bei der Wahl zum Präsidenten.
17.10 Uhr: Entschieden ist das Rennen um die Vizepräsidentschaft aber noch nicht: Klublegende Marko Pantelic tritt als nächster Redner ans Mikrofon und wird schon nach seinen ersten Worten von den Mitgliedern lautstark bejubelt. Vorsänger „Kreisel“ meldet sich allerdings nach Pantelics Rede zu Wort. Er lobt die Verdienste des Spielers Marko Pantelic, sagt aber: „Ich glaube, dass ein Platz in den Gremien von Hertha BSC wahrscheinlich nicht der richtige Platz ist. Es würden sich aber Wege finden, um einen Platz für einen verdienten Spieler wie dich bei uns im Verein zu finden.“ Doch Panetlic gibt sich kämpferisch, er will seine Kandidatur nicht zurückziehen und trotzdem als Vizepräsident gewählt werden.
Vorstellungsrunde der Vizepräsidentschaftskandidaten beginnt
17.04 Uhr: Mittlerweile ist Anne Noske ans Rednerpult getreten. Sie betont die jüngsten Erfolge des Präsidiums, dem sie seit der Mitgliederversammlung im Herbst 2023 angehört. Besonderen Applaus erhält sie für ihr angekündigtes Engagement für den Frauenfußball, sie sagt: „Das ist eine riesige Chance für ganz Hertha BSC.“ Und auch allgemein wünscht sich Noske mehr Frauen in den Berliner Gremien, was in der Mitgliederversammlung auf großen Anklang stößt. Nach ihrer Rede gibt es keine einzige Frage der Mitglieder.
16.59 Uhr: Fabian Drescher ist gerade wenige Minuten zum Präsidenten von Hertha BSC gewählt, da trudeln schon die ersten Glückwünsche aus der Stadtgesellschaft ein. Werner Graf, Hertha-Mitglied und Fraktionsvorsitzender der Grünen im Abgeordnetenhaus, lässt mitteilen: „Fabi Drescher ist die richtige Wahl für unsere Hertha. Ich gratuliere ihm von Herzen zur Wahl. Die Fußstapfen, in die er tritt, sind gewaltig, und ich vertraue ihm, dass er den erfolgreichen Berliner Weg von Kay Bernstein fortsetzen wird. Hertha BSC muss finanziell weiter konsolidiert werden, die Unterstützung der Frauenmannschaft weiter ausgebaut und die Jugendakademie gestärkt werden. Dafür wünsche ich viel Erfolg und viel Kraft mit dem neuen Präsidium. HaHoHe!“ Nennt man das jetzt eine blau-weiß-grüne Koalition?
16.55 Uhr: Nun geht es schon weiter mit dem Wahlmarathon: Die Vorstellungsrunde der Kandidaten für die Vizepräsidentschaft beginnt. Marvin Brumme ist der erste Redner. Zuvor hatte aber Neu-Präsident Drescher noch gesagt: „Ich wünsche euch ein glückliches Händchen bei der Wahl der Vizepräsidentin.“ Er hatte nämlich schon mehrfach, auch im Morgenpost-Interview, deutlich gemacht, dass er eine Zusammenarbeit mit der Kandidatin Anne Noske bevorzugen würde.
Hertha BSC: Fabian Drescher ist neuer Präsident
16.50 Uhr: Mit Tränen in den Augen sagt Drescher: „Ich danke euch für dieses überragende Ergebnis. Ich nehme die Wahl an!“ Er lädt auch aller anderen Kandidaten zu einer weiteren Zusammenarbeit ein. Das Ergebnis im Detail: Wolfgang Sidka erhielt 64 Stimmen (1,75 %), Uwe Dinnebier 582 Stimmen (15,94 %), Olaf Brandt 7 Stimmen (0,19 %), Stepan Timoshin 15 Stimmen (0,41 %), Fabian Drescher 2983 Stimmen (81,7 %).

16.48 Uhr: „Der Berliner Keller meldet Vollzug“, sagt Mediendirektorin Vera Krings. Das Ergebnis der Präsidentenwahl ist da: Fabian Drescher ist neuer Präsident von Hertha BSC. Riesiger Jubel brandet auf.
Herrich verkündet neue Funktion für Pal Dardai
16.23 Uhr: Auch die heute schon häufig thematisierten Benjamin Weber und Andreas „Zecke“ Neuendorf sowie Finanz-Geschäftsführer Ralf Huschen betreten nun die Bühne und erläutern gemeinsam mit Herrich und Pressesprecherin Vera Krings die aktuelle Lage der KGaA. Dabei stellt Herrich unter anderem klar, dass der Aufstieg in dieser Saison keineswegs „alternativlos“ ist, wie es so häufig zitiert wurde. Nur der Weg der strengen wirtschaftlichen Konsolidierung sei es.
16.17 Uhr: Herrich begrüßt im Rahmen seiner Ausführungen die Spieler Toni Leistner und Marius Gersbeck, die inzwischen im CityCube eingetroffen sind. Der Geschäftsführer lobt die sportliche Entwicklung unter Trainer Cristian Fiél und sagt: „Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zukunft.“ Zudem verkündet Herrich, dass Ex-Trainer Pal Dardai zukünftig für das Scouting im osteuropäischen Raum zuständig und zudem als Markenbotschafter tätig sein wird.
Auszählung der Präsidentschaftswahl läuft
16.01 Uhr: Während nun die Auszählung der Stimmen beginnt, fährt Dr. Lentfer mit der Tagesordnung fort. Thomas E. Herrich stellt den Bericht der Geschäftsführung vor, im Saal wird es nur allmählich wieder ruhiger. Es gibt Applaus, als das um 65,8 Millionen Euro verbesserte Jahresergebnis vorgestellt wird, das nun bei einem Minus von 33,3 Millionen Euro liegt. Nachdem auch Herrich heute schon ein ums andere Mal von Mitgliedern oder Präsidentschaftskandidaten kritisiert wurde, dürfte ihm das guttun. Das operative Betriebsergebnis ist mit 0,8 Millionen Euro sogar leicht positiv. Ab der Saison 2025/2026 sollen alle „Lasten aus vergangenen Investitionen“ vollständig abgebaut sein.
15.55 Uhr: Die Mitglieder sind nun im Saal unterwegs, um ihre Stimmzettel bei den Wahlhelfern in die Urnen zu werfen. Um Präsident zu werden, ist es in diesem ersten Wahlgang erforderlich, die absolute Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder hinter sich zu bringen. Also 1952 Stimmen. Erreicht kein Kandidat diese Zahl, gibt es einen zweiten Wahlgang.
15.52 Uhr: An keinen Präsidentschaftskandidaten gab es so wenige Fragen wie an Wolfgang Sidka, das Ende der Vorstellungsrunde wird mit großem Applaus bejubelt. Dr. Lentfer verkündet, das inzwischen 4061 Mitglieder anwesend sind, wovon 3903 in der nun beginnenden Präsidentschaftswahl stimmberechtigt sind. Jetzt wird es spannend!
Wolfgang Sidka stellt sich als letzter Präsidentschaftskandidat vor
15.47 Uhr: In der Fragerunde an Sidka grätscht ein Mitglied mit den wirklich wichtigen Themen dazwischen: Das Essen ist aus! Und das, bevor die Präsidentschaftswahl überhaupt begonnen hat. Es dürfte noch ein langer Tag werden im CityCube...
15.39 Uhr: Nun ist Dinnebier erlöst und Wolfgang Sidka, der letzte noch fehlende Präsidentschaftskandidat, stellt sich vor. Der ehemalige Hertha-Spieler (1970-1980) stellt seine langjährige Aktivität im Fußball heraus und macht immer wieder kleine Pausen, die sich für Applaus anbieten würden. Doch unter den Mitgliedern herrscht Stille. Am Ende seiner Rede gibt es immerhin zaghaften Applaus.
Alle Entwicklungen im Liveblog: Keinen Wahlkampf auf Rücken einer toten Person
15.34 Uhr: Die Mitglieder grillen Dinnebier hier sprichwörtlich, der Kandidat steht nun seit einer Stunde auf der Bühne und muss sich immer noch gegen kritische Nachfragen rechtfertigen. Euphorie kann er aber noch immer keine auslösen, Dinnebier verstrickt sich immer wieder in ähnlichen Formulierungen zu seinem Unternehmertum und dringt nicht zu den Fans durch. Eine der letzten Wortmeldungen kommt allerdings von einem Bekannten Dinnebiers, der dessen Ehrlichkeit betont und ihn gegen die zahlreichen Kritiker im Saal verteidigt.
15.14 Uhr: Dinnebier öffnet jetzt nach vielfacher Nachfrage aus der Mitgliedschaft sein erwähntes Couvert. Bei dem wirtschaftlichen Unterstützer handelt es sich um die Frenkel Family Office GmbH. Dinnebier trägt einen Brief von Stefan Frenkel vor, der die Unterstützung von dessen „blau-weißer Vision“ erklärt und über mehrere Firmen aus seiner Unternehmensgruppe die angekündigte Summe von 50 bis 100 Millionen Euro aufbringen möchte.
15.09 Uhr: Noch immer wird Dinnebier von den Mitgliedern kritisch befragt. Immer wieder erhalten seine Wortmeldungen zaghaften Applaus, er hat schon eine kleine Gruppe von Unterstützern hinter sich. Immer wieder stören aber auch Mitglieder mit Rufen oder Gelächter seine Ausführungen. Bei Drescher war die Unterstützung des Saales deutlich euphorischer.
14.52 Uhr: Jetzt ist „Kreisel“, Vorsänger in der Ostkurve und Capo der Harlekins, an das Mikrofon getreten. Es geht um die Aussagen von Dinnebier zu einer möglichen Doppelspitze mit Kay Bernstein, die im Vorfeld der Wahl 2022 geplant gewesen sein soll. „Ich möchte alle bitten, keinen Wahlkampf auf dem Rücken einer toten Person auszutragen“, so „Kreisel“. „Es widert mich an, dass es jemand nötig hat, sich im Wahlkampf eines solchen Mittels zu bedienen. Deshalb möchte ich Sie nicht in unserem Verein als Präsident sehen. Sie haben jeden moralischen Kompass verloren und ich lehne Ihre Kandidatur ab.“
Uwe Dinnebier verspricht 50 bis 100 Millionen
14.40 Uhr: Die Mitglieder stellen ihre Fragen an Dinnebier. Es gibt kritische Töne bezüglich seiner wirtschaftlichen Versprechungen, schließlich wäre Hertha „ohne die Windhorst-Millionen besser dran gewesen“, wie ein Fan erklärt.
14.34 Uhr: Die Fragerunde an Brandt ist beendet, jetzt stellt sich Uwe Dinnebier den Mitgliedern vor. Er schlägt deutlich ruhigere Töne als seine Vorredner an und betont seine unternehmerische Expertise. So präsentiert er den Mitgliedern ein Couvert, in dem die Namen von Berliner Unternehmen stehen, die bereit sein sollen, Hertha in einer Größenordnung von 50 bis 100 Millionen Euro zu unterstützen. Dieses will er Dr. Lentfer überreichen. Anklang bei den Mitgliedern findet er damit aber keinen, es gibt am Ende seiner Rede nur verhaltenen Applaus.
Hertha-Mitgliederversammlung: Olaf Brandt ist dran
14.21 Uhr: Brandt wird von einem Mitglied, der früher als DDR-Bürger im Olympiastadion scharf dafür kritisiert, die Zustände bei Hertha BSC als „Stasi 2.0“ kritisiert zu haben.
14.15 Uhr: Brandt spielt den Mitgliedern eine fiktive Radiomoderation vor, die seine Zukunftsvision ist: Hertha BSC wird Deutscher Meister 2030. Im Plenum im CityCube sorgt das aber eher nur für müdes Gelächter. Brandt hält eine wütende Rede, die aber nur wenig Anklang findet bei den Mitgliedern. Zu seiner kontroversen Vergangenheit bittet er um eine zweite Chance, doch auch er wird lautstark ausgepfiffen. Die letzten Sekunden seiner Redezeit werden von mehreren Mitgliedern heruntergezählt und das Ende bejubelt. Zu Beginn der Fragerunde brüllt ein Fan in Richtung Brandt: „Gebt dem Spinner keine Bühne“
14.11 Uhr: Jetzt ist Olaf Brandt an der Reihe.
14.10 Uhr: Drei Stunden sind mittlerweile vergangen. Timoshin steht weiterhin am Rednerpult und muss die rundum kritischen Fragen beantworten. Ein Mitglied sagt: „Ich glaube, Trump hat einen Mini-Trump hierher geschickt.“
Viel Kritik an Kandidat Stepan Timoshin
13.50 Uhr: Nun kommen die Fragen an Timoshin. Ein Mitglied wirft ihm vereinsschädigendes Verhalten vor, weil er in den vergangenen Wochen häufiger „Korruption“ bei Hertha angeprangert habe. Die „Spiegel“-Recherche vom Freitag bezeichnet Timoshin als „haltlose Unterstellungen“. 32.850.000 Euro habe er bereits angespart, um Hertha schon morgen zu helfen, wenn er zum Präsidenten gewählt wird.
13.43 Uhr: Jetzt ist Stepan Timoshin an der Reihe. Der 23-Jährige hält einen 50-Euro-Schein in die Höhe und deutet an, diesen zu verbrennen. „Ich will nicht weiter zusehen, wie hier Geld verbrannt wird“, sagt der Start-up-Millionär.
Als er Fabian Drescher direkt adressiert und sagt: „Du bist eine Marionette, du musst weg!“ wird Timoshin ausgebuht. Als er mit seiner Vorstellung fertig ist, bekommt er nur vereinzelt Applaus, dafür viele Buhrufe.
Unbequeme Fragen für Interimspräsident Fabian Drescher
13.25 Uhr: Drescher sieht sich mit etlichen unbequemen Fragen konfrontiert. Der 42-Jährige nimmt Stellung zu der ihm abgesprochenen wirtschaftlichen Kompetenz, zur Vertragsverlängerung von Sportdirektor Benjamin Weber und Akademiedirektor Andreas „Zecke“ Neuendorf, zu seiner angeblich fehlenden Vision für den Hauptstadtklub. Auch hier wird deutlich, dass Drescher viele Sympathien in der Halle hinter sich vereint. Die Fragensteller werden teilweise ausgebuht.
13.18 Uhr: Die Rede von Drescher wird mit Standing Ovations aus dem Publikum honoriert. Der bisherige Interimspräsident ist sichtlich gerührt. Nun können die Mitglieder ihm Fragen stellen.
13.15 Uhr: Interimspräsident Fabian Drescher beginnt. „Das Wichtigste, was wir in den vergangenen Monaten erreicht haben, ist, dass wir Vertrauen zurückgewonnen haben. Wir merken, dass Hertha BSC der Stadt nicht mehr egal ist. Wir fühlen eine Verbundenheit, die ich noch nie gespürt habe, seit ich bei Hertha BSC bin. Das wiedergewonnene Vertrauen ist ein zartes Pflänzchen, das gepflegt werden muss. Ich möchte, dass der eingeschlagene Weg weiter gegangen wird. Weil dieser Weg die beste Chance für eine erfolgreiche Zukunft von Hertha BSC ist.“
Tagesordnungspunkt 11 zu Wahlen des Präsidiums aufgerufen
13.11 Uhr: Dr. Lentfer eröffnet die Wahl: „Die wilde Fahrt beginnt.“ Jeder Kandidat, der sich zum Präsidenten wählen will, hat fünf Minuten Zeit, um sich vorzustellen.
13.07 Uhr: Dr. Klein kündigt an, dass die Satzungskommission in Zukunft einen präziseren Passus formulieren will, der die Zulassung von Kandidierenden regelt. Es hatte zum Beispiel viel Kritik dafür gegeben, dass Olaf Brandt zur Präsidentenwahl zugelassen wurde, obwohl er von einigen Stellen in das Spektrum der Reichsbürger zugeordnet wird. Zum Ende seiner Ausführung appelliert Dr. Klein noch an Fairness im Umgang mit den Kandidierenden.
13.02 Uhr: Ein Raunen geht durch den Saal. Dr. Klein übernimmt die Einleitung zu den Wahlen und eröffnet den heiß erwarteten Tagesordnungspunkt 11. Herthas Aufsichtsratsvorsitzender erklärt zunächst die Hintergründe zum Prozedere der Präsidentenwahl bis zum heutigen Tag.
Aufsichtsrat und Präsidium entlastet
12.55 Uhr: Die Mitgliederversammlung entlastet sowohl den Aufsichtsrat als auch das Präsidium. Nun geht es weiter mit Tagesordnungspunkt 11: Die Wahlen zum Präsidium.
12.49 Uhr: Zahlreiche Wortmeldungen in der gerade laufenden Aussprache zu den Berichten des e.V. drehen sich schon um Themen der Wahl. Dr. Lentfer hat die Mitglieder bereits ermahnt, an dieser Stelle wie vorgesehen nur zum Verein zu sprechen – aber es wird eben deutlich, wie sehr die Wahl die Mitglieder bewegt.
Aussprache zu den Berichten des e.V.: Kritik an den Kandidaten
12.40 Uhr: Ein weiteres Mitglied kritisiert, dass sich der eine oder andere Kandidat nicht an die Bitte des Aufsichtsrates gehalten hat, keinen Wahlkampf über die Medien zu machen. Dr. Klein erklärt den Hintergrund dieser Bitte: „Wir wollten, dass es so ruhig wie möglich wird. Das ist uns in der Anfangsphase gelungen, was in den letzten zehn Tagen passiert ist, war dann aber nicht schön. Sollte in der Satzung so etwas verankert sein, könnten wir auch sanktionieren.“
12.36 Uhr: Ein Mitglied möchte wissen, warum Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen wurden, die nur wenige Monate zuvor Vereinsmitglied wurden. Dr. Klein nimmt dazu Stellung, verweist auf die Satzung und wünschenswerte Veränderungen, wie z.B. eine Mindestanzahl an Mitgliedschaftsjahren.
12.35 Uhr: Nach den Berichten des Aufsichtsrates, des Ältestenrates und des Revisionsausschusses folgt nun die Aussprache zu diesen Berichten.
3613 Mitglieder im City Cube vor Ort
12.21 Uhr: Dr. Lentfer gibt bekannt, dass um 12.06 Uhr 3613 Mitglieder im CityCube anwesend waren. Davon sind 3481 stimmberechtigt. Damit ist der Ansturm schon jetzt deutlich stärker als bei der letzten Präsidentenwahl im Juni 2022 (3150), als Kay Bernstein überraschend gewählt wurde.
12.13 Uhr: Nach den Berichten der Abteilungsleiter der Sparten Kegeln, Tischtennis, Boxen und Amateurfußball folgt nun der Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Torsten-Jörn Klein. Nach rund einer Stunde ist damit Tagesordnungspunkt 5 erreicht.
Hertha BSC Mitgliederversammlung: Drescher stellt Bericht des Präsidiums vor
12 Uhr: Präsidiumsmitglied Peer Mock-Stümer stellt die Gewinn- und Verlustrechnung der Saison 2023/2024 vor. Der e.V. kann einen Jahresabschluss mit einer schwarzen Null vorweisen.
Alles Weitere zur finanziellen Situation der KGaA von Hertha BSC finden Sie hier.
11.51 Uhr: In seiner Rolle als Interimspräsident stellt Fabian Drescher den Bericht des Präsidiums vor. Inzwischen hat Hertha BSC 58.147 Mitglieder, das sind knapp 4000 Mitglieder mehr als im Mai dieses Jahres.
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Alle Entwicklungen im Liveblog: Kapitän Leistner und Keeper Gersbeck sollen vorbeischauen
11.45 Uhr: Werner Paasche ist bereits seit 65 Jahren Mitglied bei Hertha BSC. Norbert Schmidt sogar seit 70 Jahren. Das gibt eine gehörige Portion Extra-Applaus und Standing Ovations von allen Anwesenden.
11.40 Uhr: Nach dem die Mitgliederversammlung den verstorbenen Mitgliedern gedacht hat, werden nun die verdienten und langjährigen Mitglieder geehrt.
11.35 Uhr: Trainer Cristian Fiél lässt sich aus terminlichen Gründen entschuldigen. Kapitän Toni Leistner und Torhüter Marius Gersbeck sollen aber im Laufe des Tages noch vorbeischauen.
Antrag auf Vorzug der Präsidiumswahlen abgelehnt
11.28 Uhr: Einige Mitglieder wenden ein, dass die Wahlen nicht vor dem Bericht des Präsidiums durchgeführt werden sollten. Die Abstimmung ist eindeutig: Die Tagesordnung wird nicht geändert. Dr. Dirk Lentfer informiert, dass die Wahlen um ca. 13.30 Uhr stattfinden werden.
11.23 Uhr: Ein Mitglied stellt den Antrag, den Tagesordnungspunkt 11, die Wahl des Präsidiums, vorzuziehen, um vielen weit angereisten Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, mit abzustimmen. Applaus brandet auf.
Hertha BSC: 16 Punkte auf der Tagesordnung
11.18 Uhr: Die Tagesordnung sieht wie folgt aus:
- Eröffnung, Begrüßung und Festlegung der Tagesordnung
- Ehrung verstorbener Mitglieder
- Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder
- Bericht des Präsidiums
- Bericht des Aufsichtsrates
- Bericht des Ältestenrates
- Bericht des Revisionsausschusses
- Aussprache zu den Berichten des Hertha BSC e.V.
- Entlastung des Aufsichtsrates auf Antrag des Revisionsausschusses
- Entlastung des Präsidiums auf Empfehlung des Aufsichtsrates und Antrag des Revisionsausschusses
- Wahlen zum Präsidium des Hertha BSC e.V.
- Bericht der Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA
- Bericht des Beirates der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA
- Aussprache zu den Berichten der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA
- Anträge
- Verschiedenes
11.11 Uhr: Der größte Jubel brandet bei den Mitgliedern aber auf, als Drescher Versammlungsleiter Dr. Dirk Lentfer vorstellt. Er ist mittlerweile eine Institution auf den stundenlangen Mitgliederversammlungen von Hertha BSC geworden und wird auch heute in seiner gewohnt lockeren Art durch den Tag führen.
11.08 Uhr: Interimspräsident Fabian Drescher hat die Mitgliederversammlung eröffnet. Schon in seinen kurzen Begrüßungsworten dankt er den Mitgliedern für ihre Geduld. Er geht von einer Rekordzahl an teilnehmenden Mitgleidern bei der hetigen Versammlung aus. Die einzelnen Mitglieder des Präsidiums und die Abteilungsleiter werden durch Drescher namentlich begrüßt und mit Applaus aus dem Plenum empfangen.
Lange Schlangen vor der Messehalle
10.45 Uhr: In einer Viertelstunde geht es los. Der City Cube in der Messe Berlin ist schon gut gefüllt. Vor der Halle werden noch die letzten Flyer Wahlwerbung verteilt. Vor den Verkaufsständen bilden sich lange Schlangen – viele decken sich noch mit Kaffee und Wasser ein, bevor der Marathon beginnt.
7.30 Uhr: Auf Hertha BSC wartet heute ein Tag der Entscheidung. Der Berliner Fußball-Zweitligist wählt einen neuen Präsidenten, die Nachfolge des im Januar verstorbenen Kay Bernstein. 2000 bis 3000 Mitglieder werden in der Messehalle erwartet. Die Veranstaltung wird vor allem wegen des langwierigen Wahlprozesses wohl sieben bis acht Stunden dauern.






