Der unerwartete Tod von Präsident Kay Bernstein hat Hertha BSC in einen Schockzustand versetzt. Spieler, Mitarbeiter und Fans des Zweitligisten trauern um den 43-Jährigen. An der Geschäftsstelle der Berliner hingen die Fahnen des Clubs auf halbmast. Vor dem Olympiastadion legten Anhänger Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Am Abend leuchtete das Olympiastadion zu Ehren Bernsteins in den Hertha-Farben Blau und Weiß.

Nader Jindaoui: „Du warst mein Rückenwind“
Wenige Stunden nach der Bekanntgabe von Bernsteins Tod verabschiedete sich Nader El-Jindaoui emotional von ihm. „Vor ein paar Tagen haben wir das letzte Mal gesprochen. Ich kann nicht glauben, dass wir uns nicht mehr sehen werden. Ich kann nicht glauben, dass ich dir diese Worte nicht mehr persönlich sagen kann. Danke dir für deinen Support“, schrieb der 27-Jährige am Dienstag in seiner Instagram-Story.

Und weiter: „Du warst mein Rückenwind, du hast mir Sicherheit und dein Vertrauen geschenkt. Ich hatte keine Angst zu fallen, weil ich wusste, dass ich deine Unterstützung habe. Du hast an mich geglaubt, als viele mich abgeschrieben haben. Das werde ich dir niemals vergessen.“ Seinen Beitrag beendet der Offensivspieler mit „Ruhe in Frieden Kay“. Und gibt ihm ein Versprechen: „Die Geschichte wird weiter geschrieben, für dich und den Berliner Weg.“
Fabian Reese: „Diese wertvollen Momente sind ein Kapitel in meinem Herzen“
Auch Fabian Reese ist tief betroffen vom Tod Bernsteins. Er teilte seine Gedanken ebenfalls in einer Instagram-Story. „Der Schock sitzt tief und meine Gedanken und Trauer sind vor allem bei der Familie und den Angehörigen von unserem Präsidenten Kay Bernstein. Ich erinnere mich an die Momente nach unseren Spielen, in denen wir uns freudestrahlend, elektrisiert bis in die Haarspitzen und voller Glück in die Arme gefallen sind. Dabei haben wir aus ganzem Herzen unsere Emotionen für diesen Moment herausgebrüllt. Wir haben die Erleichterung und den Stolz gefühlt, ein Teil dieses Weges sein zu dürfen. Diese wertvollen Momente sind ein Kapitel in meinem Herzen, ab heute mit einem goldenen Schloss versehen und dankbar diese erlebt haben zu dürfen.“

Auch der Flügel-Flitzer spricht den Berliner Weg an, den Bernstein geebnet hat. „Wir als Hertha-Familie haben eine große Aufgabe und Kay würde wollen, dass wir noch enger zusammenrücken. Kay, du hast den Weg geebnet, dass wir wieder zu einem Verein geworden sind, der die Massen elektrisiert. Dafür gebührt dir Dank aller Hertha-Fans. Fühl dich voller Leidenschaft angebrüllt und ganz fest umarmt. Meine Augen sind dieses Mal nicht nass vor Freude ... Aber das zeigt, was du für ein wichtiger Mensch in unser aller Leben warst.“
Auch Rechtsverteidiger Peter Pekarik und Torwart Marius Gersbeck bekundeten ihre Anteilnahme. Sie teilten jeweils ein Foto von Kay Bernstein in ihrer Instagram-Story mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden Kay“ und „Sprachlos und fassungslos. Ruhe in Frieden mein Freund.“ JP
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