Es war eine Nachricht, die nicht nur bei Hertha BSC tiefe Bestürzung hervorrief. Kay Bernstein ist tot – der deutsche Fußball trauert. Der Deutsche Fußball Verband (DFB) schrieb auf X, vormals Twitter: „Was für eine schreckliche Nachricht. Unser herzliches Beileid und tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen, Freunden und der gesamten Hertha-Familie. Ruhe in Frieden, Kay Bernstein.“
„Wir trauern mit der gesamten Hertha-Familie und wünschen insbesondere den Angehörigen viel Kraft“, schrieb die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bei X, vormals Twitter. Zahlreiche Klubs kondolierten.
Viele Fußballklubs nehmen Anteil
So wie der Hamburger SV äußerten sich viele Klubs: „Ruhe in Frieden, Kay Bernstein. Wir sprechen unser Mitgefühl seiner Familie, seinen Angehörigen und seinen Freunden aus.“ Bundesligist RB Leipzig twitterte: „Diese Nachricht macht uns fassungslos und zutiefst traurig. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie, den Angehörigen und Freunden von Kay Bernstein sowie seinem Verein Hertha BSC.“
Regionalligist Energie Cottbus würdigte den Weg, den Bernstein gegangen ist: „Vom Fanblock in die Führungsetage eines großen Fußballclubs, so der Werdegang von Kay Bernstein bei @HerthaBSC. Es wäre noch so viel auf diesem Weg möglich gewesen, doch er ist, und das viel zu früh, nun gegangen. Unser Beileid gilt Familie und Freunden. Ruhe in Frieden, Kay.“
Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern München sagte: „Der FC Bayern ist in Trauer vereint mit der gesamten Fußball-Familie um Kay Bernstein. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen, Wegbegleitern sowie seinem Verein Hertha BSC“.
Dirk Zingler, Präsident des Stadtrivalen 1. FC Union Berlin, schrieb: „Kay Bernstein hat in seiner leider viel zu kurzen Amtszeit bei Hertha BSC bereits prägende Spuren hinterlassen. Die furchtbare Nachricht von seinem Tod war auch für uns Unioner ein Schock, und wir teilen den Schmerz und die Trauer der Hertha-Familie“.
Die Ultra-Gruppe Harlekins Berlin baute in Erinnerung an Kay Bernstein die Homepage um. Zu sehen sind zwei große Fotos von Bernstein in Schwarz-Weiß. Ein Foto zeigt ihn am Mikro in der Fankurve, ein anderes in Hertha-Trainingsjacke.
Neujahrsempfang der DFL verkürzt
Auch auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wurde getrauert. Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender des DFL-Aufsichtsrats, widmete Bernstein eine von zwei Gedenkminuten (die andere war für Franz Beckenbauer). „Ich fühle mich Bernstein seit einiger Zeit freundschaftlich verbunden. Wir hatten über fußballidiologische Grenzen hinaus ein gutes Verhältnis. Wenn jemand mit 43 aus dem Leben scheidet, eine junge Tochter und eine Lebensgefährtin hinterlässt, hat das schon eine besondere Tragik. Unsere Gedanken sind vor allem bei seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter“, erklärte Watzke.
Der Neujahrsempfang wurde drastisch verkürzt, man geht nun um 18.30 Uhr statt um Mitternacht auseinander. Das übliche DFL-Videointro war komplett in Schwarz gehalten, Watzke wollte eigentlich acht Thesen vorstellen. „Dazu fühle ich mich heute nicht in der Lage“, sagte er.
Anteilnahme aus der Politik: Wegner, Graf und Spranger sprechen ihr Beileid aus
Auch in der Berliner Politik rief der plötzliche Tod des Hertha-Präsidenten tiefe Bestürzung hervor. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), selbst Hertha-Fan, zeigte sich fassungslos: „Ich bin fassungslos und zutiefst erschüttert vom Tod Kay Bernsteins. Mit 43 Jahren war er mitten im Leben. Mit seinem Berliner Weg ist es ihm gerade erst gelungen, Fans und Verein wieder zu vereinen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden in diesen schweren Stunden.“
Sportsenatorin Iris Spranger (SPD): „Ich bin zutiefst erschüttert nach der Nachricht vom Tod des Hertha-BSC-Präsidenten Kay Bernstein. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie und seinen Freunden, denen ich mein aufrichtiges Beileid aussprechen möchte.“
Der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour schrieb: „Ich bin zutiefst bestürzt über den plötzlichen Tod von Kay Bernstein.“ Werner Graf, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, bekundete bei X: „Der Tod von Kay Bernstein schockiert mich zutiefst. Kay hat Hertha viel gegeben und frischen Wind in den Verein gebracht. Er hat Hertha in schwierigen Zeiten zurück auf den Berliner Weg gebracht. Aus der Kurve rein in die Verantwortung. Er mischte sich ein und scheute sich nicht, Debatten anzustoßen.“
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Gegenkandidat Steffel mit herzlichen Worten
Auch Frank Steffel, Bernsteins Gegenkandidat bei der Präsidentenwahl im Juni 2022, meldete sich zu Wort: „Die Nachricht vom Tod von Kay Bernstein hat mich völlig geschockt. In zahlreichen Begegnungen und Gesprächen habe ich ihn als herzlichen Menschen schätzen gelernt. So werde ich ihn in bester Erinnerung behalten. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.“


